Brasilien, Indien und China: PRISMA zu den "neuen Motoren der Weltwirtschaft"

Wien (OTS) - Brasilien, Indien und China sind die neuen Motoren
der Weltwirtschaft.

Im Jahr 2009 gingen bereits 3,2 Mrd. Euro der österreichischen Exporte in diese drei Länder. Ludwig Mertes, Vorstand der PRISMA Kreditversicherung, empfiehlt Exporteuren, sich auf die wachsenden Chancen systematisch einzustellen, damit diese optimal genutzt werden können.

  • Aufschwung in den BIC-Ländern wird mindestens die nächsten fünf Jahre anhalten. Treibende Kraft: Investitionen in Infrastruktur, Transport und Verkehr.
  • Automobilindustrie auf dem Vormarsch.
  • 1.000 Mrd. USD werden die BICs für Informationstechnologien ausgeben.
  • Passagierflugverkehr nimmt sechsmal schneller zu als in den USA.
  • Neue Global Player kommen vermehrt aus den BIC-Ländern.

"Brasilien, Indien und China haben sich in der Krise als robust erwiesen. Sie stehen vor einer Periode des wirtschaftlichen Aufschwungs, der voraussichtlich mehr als fünf Jahre dauern wird. Diese Länder können sich auf große Binnenmärkte stützen. Aber auch international erwarten wir von dort vermehrt die Global Player der Zukunft", so Mertes.

Die drei Staaten konzentrieren sich zurzeit besonders auf den Ausbau der Infrastruktur, damit die Fortschritte in Sachen Produktivität auf einem nachhaltigen Fundament gesichert werden. Diese Investitionen werden regelmäßig von den Regierungen getragen.

Schon jetzt haben sich die Bauausgaben verdreifacht

In den letzten zehn Jahren haben sich die Bauausgaben der BIC-Staaten verdreifacht. Das Wachstum beruht auf der - im Vergleich zu den reichen Ländern - schwachen Infrastruktur. In allen Bereichen wird gebaut: Staudämme, Bahnstrecken, U-Bahnen, Flughäfen und Wohnungen.

Zudem kommen Bauanreize durch Großveranstaltungen wie z.B. die Weltausstellung in Shanghai, Asienspiele in Guangzhou, die Fußball-WM (2014) und die Olympischen Sommerspiele (2016) in Brasilien. "Davon abgesehen, zwingt ein erheblicher Anstieg des Personen- und Güterverkehrs die Staaten, in die Eisenbahnnetze zu investieren. China hat bis 2011 Investitionen von 300 Mrd. US-Dollar eingeplant, um das Bahnnetz um 28% zu erweitern. Brasilien wird bis 2020 rund 20 Mrd. US-Dollar in den Bau einer Hochgeschwindigkeits-Bahnstrecke zwischen Sao Paulo und Rio de Janeiro investieren. Indien setzt 9 Mrd. US-Dollar pro Jahr in die Errichtung einer Güterbahnstrecke zwischen Delhi und Mumbai ein", analysiert Mertes.

1.000 Mrd. US-Dollar für Informationstechnologien

Für Informationstechnologien werden bis 2014 in Brasilien, Indien und China 1.000 Mrd. US-Dollar ausgegeben. Das ist beinahe doppelt so viel wie 2008 und fünfmal mehr als 2003. Trotz dieser starken Zunahme wird sich die Kluft zwischen den BICs und den USA im IT-Sektor nur langsam schließen.

Automobilindustrie auf dem Vormarsch

Brasilien, Indien und China haben heute bereits einen Anteil von mehr als 25% an der weltweiten Autoproduktion. China ist zum größten Automarkt der Welt geworden und dürfte diese Position in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Dafür spricht unter anderem die niedrige PKW-Besitzrate von 3% (2008). Der indische Markt verfügt zwar über ein großes Wachstumspotenzial (Besitzrate 2008: 1,4%), repräsentiert jedoch nur ein Zehntel des Volumens von China. Auch Brasilien, der größte Automarkt in Südamerika, ist mit einer PKW-Besitzrate von 13,3% (2008) attraktiv.

Flugverkehr nimmt rasant zu

Der Passagierflugverkehr - auch ein Vorbote für aufblühenden Handel - nimmt sechsmal schneller zu als in den USA. Schon jetzt finden 15% des weltweiten Flugverkehrs in Brasilien, Indien und China statt. Dieser Trend wird anhalten und enorme Investitionen auslösen:
ca. 650 Mrd. US-Dollar in den nächsten 20 Jahren.

Chemische Industrie wächst dreimal schneller als in den USA

Die chemische Industrie wird von den Infrastrukturinvestitionen der BICs profitieren. China wird in der Chemieindustrie bereits mit 2015 US-Niveau erreichen. In Indien sind die Kunststoff- und Düngemittelindustrie die Motoren der Branche. In Brasilien ist es die agrochemische Industrie.

Der Konsum bringt's nicht

"Vom Konsum in ihren jeweiligen Ländern dürfen sich die BIC-Staaten aber noch keinen großen Rückenwind erwarten: Die Kaufkraft der Bevölkerung ist nach wie vor zu gering, um ein nachhaltiges Wachstum zu erzeugen. Besser sieht es da schon beim Export aus. International werden es aber am ehesten die technologielastigen Branchen sein, aus denen die neuen Global Player kommen. Österreichische Unternehmen sollten aus der neuen Weltordnung zwei strategische Schlüsse ziehen: Einerseits bieten die BICs großartige Chancen, andererseits ist mit neuen, anspruchsvolleren Wettbewerbern zu rechnen", so Mertes.

Länder-Ratings

Obwohl die BICs auf der Überholspur sind, kämpfen sie immer noch mit strukturellen, wirtschaftlichen und politischen Schwächen. Dennoch unterstützt PRISMA die Exporteure gerne auf ihrem Weg in diese Staaten. Brasilien hat bei PRISMA aktuell ein BB-Rating. Indien und China ein B-Rating. Über das Euler Hermes-Netzwerk hat PRISMA die Möglichkeit, Unternehmen vor Ort individuell zu beurteilen und zu überwachen.

Das Länder-Rating ist sechsstufig (AA, A, BB, B, C und D). AA ist die beste Bewertung, D die schlechteste.

Länder-Ratings bei PRISMA:

Länder-Rating AA: Starke ökonomische und politische Strukturen (Industriewirtschaft oder ähnlich). Vernachlässigbares Risiko von externen Liquiditätsengpässen. Grundsätzlich ein gutes wirtschaftspolitisches Umfeld. Man kann auf ökonomische Krisen schnell reagieren. Länder-Rating A: Adäquate ökonomische und politische Strukturen. Geringes Risiko von externen Liquiditätsengpässen. Grundsätzlich ein gutes wirtschaftspolitisches Umfeld. Vernachlässigbares Risiko politischer Instabilität. Man kann gut auf ökonomische Krisen reagieren. Länder-Rating BB: Einige Anzeichen struktureller und politischer Schwächen. Erste Schwächen im wirtschaftspolitischen Umfeld und/oder erkennbares - aber moderates -Risiko politischer Instabilität. Adäquate Möglichkeiten, um auf ökonomische Krisen zu reagieren. Länder-Rating B: Eine Reihe strukturelle und politische Schwächen werden verzeichnet. Mögliche Gefährdung durch externe Liquiditätsengpässe. Einige Schwächen im wirtschaftspolitischen Umfeld und/oder gravierende Mängel bei politischen Rahmenbedingungen. Höheres Risiko für politische Instabilität und eingeschränkte Möglichkeiten, um auf ökonomische Krisen zu reagieren. Länder-Rating C: Schwerwiegende strukturelle Schwächen und/oder eindringliche politische Maßnahmen sind notwendig und/oder starke Abhängigkeit von externer Liquidität. Ernstzunehmende Schwächen im wirtschaftspolitischen Umfeld und/oder starke Schwächen im politischen Rahmenwerk mit höherem Risiko zur politischen Instabilität. Wenige Möglichkeiten, um auf ökonomische Krisen zu reagieren. Länder-Rating D: Sehr schwache Strukturen, erfolglose Politik und/oder vorhandene/bevorstehende Liquiditätskrise. Ernsthafte Schwächen im wirtschaftspolitischen Umfeld und/oder gegenwärtige politische Instabilität, beziehungsweise hohes Risiko dafür. Keine Möglichkeiten, um auf ökonomische Krisen zu reagieren.

PRISMA Kreditversicherungs-AG wurde 1989 gegründet, erzielte 2009 53 Mio. Euro Umsatz und ist Marktführer in Österreich. PRISMA ist zu 100% Tochter der OeKB EH Beteiligungs- und Management AG. Die Österreichische Kontrollbank AG hält 51% der Managementholding, 49% hält die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, Hamburg. Die Euler Hermes Gruppe, mit Sitz in Paris, ist Weltmarktführer in der Kreditversicherung und gehört zum Allianz-Konzern.

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