"Im Namen des Bauern - Leben im Waldviertler Wohlviertel" Sendetermin: Samstag, 10. Juli 2010, 17.05 Uhr, ORF 2

Ein "Erlebnis Österreich" in ORF 2 zeigt die Situation der Landwirtschaft im Vergleich zwischen 1985 zu 2010

St. Pölten (OTS) - Vor 25 Jahren hat der Fernsehjournalist Werner Fitzthum für den ORF im niederösterreichischen Waldviertel einen Film über das bäuerliche Leben gedreht - in einer Zeit, in der von Bio-Landwirtschaft, EU-Mitgliedschaft und Marktpreisen für landwirtschaftliche Produkte noch keine Rede war. Man produzierte vor allem Getreide und Kartoffeln, die Preise waren geregelt und hoch subventioniert. Einen "Ab Hof"-Verkauf gab es praktisch nicht.

Was ist aus den Bauern von 1985 ein Vierteljahrhundert später geworden? Wie haben sich die einschneidenden politischen Veränderungen und die wirtschaftliche Entwicklung auf das Leben der Menschen ausgewirkt? Das "Erlebnis Österreich" aus dem ORF Landesstudio Niederösterreich (Gestaltung: Werner Fitzthum, Kamera:
Frant Cee) stellt vier Landwirte aus den Gemeinden Weitersfeld und Langau in den Mittelpunkt - in einer Region, die sich heute "Waldviertler Wohlviertel" nennt.

Zwei der Gesprächspartner kamen schon vor 25 Jahren als Jungbauern zu Wort, der dritte war damals sechszehn Jahre alt und stand vor einer unsicheren Zukunft, der vierte schließlich noch ein fünfjähriges Kind:

*Franz Dittrich kommt aus einer konventionellen Landwirte-Familie und hat nach der Übernahme des Hofes auf Bio-Produktion, vor allem Bio-Eier, umgestellt. Er sieht das für seinen Betrieb als einzige Nischen-Chance.

*Franz Mayer hat viel versucht: Getreideanbau, Schweinezucht, Kümmel, Dinkel-Produktion. Dann kam die Heirat mit einer Winzertochter - heute nennt sich der Betrieb "Veltliner-Hof"...und der Weinbau, zusammen mit dem "Heurigen"-Ausschank, ist Mayers Lebensweg geworden.

*Erich Kurzreiter war erst sechzehn Jahre alt, als ihm klar wurde, dass er - wenn überhaupt - nur als Nebenerwerbsbauer überleben würde können: Für die Stierzucht seiner Eltern notwendige Investitionen waren nicht finanzierbar. Heute setzt Kurzreiter auf Kürbisse und Disteln und hofft auf eine vernünftige Preisentwicklung.

*Alexander Schinner schließlich war erst fünf Jahre alt, als sein Vater mit einer Schafszucht begann. Die Schinners galten in dem kleinen Dorf lange als Exoten - heute gilt Vater Hubert als Bio-Pionier der Region. Sohn Alexander hat vor wenigen Monaten geheiratet, dann den Hof übernommen und erarbeitet sich nun seinen Platz in dieser neuen Verantwortung.

Zu sehen ist aber nicht nur der Alltag und das wirtschaftliche Bemühen der Landwirte, sondern auch die vielen gemeinschaftlichen Erlebnisse im "Wohlviertel" -zum Beispiel beim Abfischfest oder beim Ernte-Dank.

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