Binder-Maier: Gleichberechtigung von Frauen ist Gebot der Stunde!

Zwischenergebnis der europaweiten ICCS-Umfrage positiv, aber dennoch besteht Handlungsbedarf

St. Pölten (OTS) - "Fast ein Drittel der befragten österreichischen SchülerInnen sieht Männer besser dazu qualifiziert politische Führungspositionen zu übernehmen, als Frauen und 10 Prozent sind der Ansicht, dass Männer und Frauen auch bei gleicher Arbeit nicht unbedingt gleich bezahlt werden müssen", so die Vorsitzende der SPÖ NÖ Frauen, NRin Gabriele Binder-Maier zum Zwischenergebnis der europaweiten ICCS-Umfrage, das im aktuellen Profil veröffentlicht wurde. Auch wenn die Ergebnisse im Gesamtergebnis durchaus positiv seien, bestehe angesichts solcher Aussagen Handlungsbedarf, erklärt Binder-Maier: "Die geforderte Frauenquote von 40 % in politischen Gremien und Führungspositionen muss rasch umgesetzt werden, denn Mann sein alleine ist keine Qualifikation. Frauen sind oft besser ausgebildet als Männer - wir können es uns nicht leisten, auf dieses für den Wirtschaftsstandort Österreich wichtige Kapital zu verzichten!"

Ein weiterer Schritt zur Gleichberechtigung sei die Einkommenstransparenz, die die Frauenministerin mit den Sozialpartner ausgehandelt hat: "Dass Frauen gegenüber Männern rund 15 % weniger Einkommen haben, lässt sich nicht erklären", so Binder-Maier, "wenn in der Umfrage nun jeder Zehnte angibt, dass es nicht notwendig ist, dass Männer und Frauen für gleiche Arbeit auch gleich bezahlt werden, dann sehe ich hier gerade im Bereich politische Bildung noch einen hohen Aufklärungsbedarf. Gleiche Rechte für Männer und Frauen müssen in Österreich selbstverständlich sein und außer Diskussion stehen!"

"Eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Frauen selbstbestimmt und selbständig leben können, ist eine flexible und leistbare Kinderbetreuung", ist Binder-Maier überzeugt. Die SPÖ-Frauen fordern daher einen Rechtsanspruch auf eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung mit Öffnungszeiten, die sowohl auf Eltern und Kindern Rücksicht nimmt. In der ICCS-Umfrage sprechen sich 32 % dafür aus, dass es die Hauptaufgabe von Frauen sein soll, Kinder großzuziehen und 22 % vertreten die Ansicht, dass bei einem Mangel an Arbeitsplätzen Männer ein größeres Anrecht auf einen Arbeitsplatz haben als Frauen. "Rollenbilder und Rollenklisches aufzuweichen ist für uns deshalb besonders wichtig. Unbezahlte Arbeit aufzuteilen, Berufe nicht nach dem Geschlecht auszuwählen sondern nach Neigung, Aus- und Weiterbildung jederzeit zu ermöglichen und eine gerechte faire Entlohnung, dafür stehen die SPÖ-Frauen" so Landesfrauenvorsitzende NRin Gabriele Binder-Maier zusammenfassend.

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