Fünf Jahre Anerkennung der Gebärdensprache: Königsberger-Ludwig erfreut über Entwicklung

Wien (OTS/SK) - Anlässlich des fünften Jahrestags der Anerkennung der Gebärdensprache als eigenständige Sprache in Österreich betont SPÖ-Behindertensprecherin Ulrike Königsberger-Ludwig die Bedeutung dieser gesetzlichen Anerkennung. "Die Abänderung der österreichischen Bundesverfassung zur Anerkennung der Gebärdensprache, welche am 6. Juli 2005 im Nationalrat beschlossen wurde, war ein wichtiges Zeichen für gehörlose Menschen", so die SPÖ-Nationalratsabgeordnete. ****

"Der verstärkte Einsatz von Gebärdendolmetscherinnen und -dolmetscher in der Öffentlichkeit, sei es im Nationalrat oder bei festlichen Veranstaltungen wird seither immer selbstverständlicher", betont die SPÖ-Behindertensprecherin. "Ich bin zuversichtlich, dass das diesbezügliche Angebot auch weiterhin stetig anwachsen wird!" Königsberger-Ludwig führt in diesem Zusammenhang auch Beispiele des zunehmenden Einsatzes der Gebärdensprache in wichtigen Bereichen des öffentlichen Lebens an, wie etwa die ÖBB, die ihre Kassamitarbeiter in Gebärdensprache schulen lässt, damit die wichtigsten Verkaufsschritte in Gebärde erledigt werden können.

"Die Nationalratsdebatten und selbstverständlich seit Jahren auch die Bundesparteitage der SPÖ werden in Gebärde simultan übersetzt", so die SPÖ-Behindertensprecherin. Und weiter: "Aber auch im Kulturbereich gibt es schöne Beispiele für diese Weiterentwicklung, etwa ARBOS, die Gesellschaft für Musik und Theater, die Theatertourneen in Gebärde für hörende und nicht hörende Menschen veranstaltet. Als Kulturstadträtin in Amstetten habe ich auch veranlasst, dass Amstetten ein Austragungsort ist, denn ich bin davon überzeugt, dass die Förderung der Vielfalt in ländlichen Regionen besonders wichtig ist, da sie für die Menschen eine wirkliche Bereicherung darstellt!"

Besonders erfreulich sei die Übernahme von Dolmetschleistungen für öffentlich Bedienstete seitens der jeweiligen Ressorts. "Früher wurden diese hauptsächlich vom Sozialministerium bezahlt. Die Verlagerung entspricht dem Grundsatz der Inklusion!", so Königsberger-Ludwig. Für die Zukunft wichtig sei es, den Bildungsbereich und die medizinische Versorgung mit Gebärdensprache zu erschließen, um hier optimale Bedingungen für gehörlose Menschen zu schaffen, die in ihrer Muttersprache kommunizieren wollen. (Schluss) sm

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