Nur durch Sparen reduziert man Schulden!

Steuern sind kein Motor für Wirtschaftswachstum.

Wien (OTS) - Barbara Kolm, Generalsekretärin des Wiener Hayek Instituts, spricht sich einmal mehr für Sparmaßnahmen zur Sanierung des Staatshaushaltes aus. "Neue Ausgaben, insbesondere Wahlgeschenke, halten uns nicht auf Sanierungskurs", so Kolm. Konkretes Einsparungspotential sieht die Leiterin des wirtschaftsliberalen Think Tanks in Nulllohnrunden, der ersatzlosen Streichung der Hacklerregelung oder aber in der Anhebung des Pensionsantrittsalters, denn: "Schließlich sind die über Fünfzigjährigen die erfahrensten Mitarbeiter und steigern überdies durch ihr Know-How und Wissen die Produktivität, die für "neues Wachstum" wichtig ist, enorm! Hinsichtlich des Pensionsantrittsalters liegt Österreich im europäischen wie auch im weltweiten Vergleich ohnedies weit zurück", so die Institutschefin weiter und bezieht sich auf eine von der OECD heuer veröffentlichte Studie, laut der Männer im Schnitt mit 63,5 Jahren und Frauen mit 62,3 Jahren in Pension gehen. Zum Vergleich: In Österreich lag das durchschnittliche Pensionsantrittsalter im selben Zeitraum bei Männern bei 59 Jahren, bei Frauen bei 58 Jahren!

Sollte die Anhebung des Pensionsantrittsalters für die Regierung keine wählbare Alternative sein, rät Kolm zu einem radikalen Umdenkungsprozess: "Es mag sein, dass ich mit dieser Aussage auf heftigen Widerstand stoßen werde, aber letztlich werden wir nicht darum herumkommen, die Produktiven des Landes noch produktiver und effizienter zu machen. Machbar könnte dies beispielsweise durch eine Erhöhung der Wochenarbeitsstunden oder vermehrt flexiblen Regelungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern sein; aber auch die vermehrte Schaffung von Arbeitsplätzen und neuen Dienstleistungen fällt in diesen Bereich." Denn, während die steuerliche Leistungsfähigkeit der Produktivsten bei einem Grenzsteuersatz von 50% bis zum Äußersten strapaziert wird, erfährt die (unausgeschöpfte) Einkommenserzielungskapazität - und die damit verbundene steuerliche Leistungsfähigkeit - laut Kolm keine annähernd vergleichbare Aufmerksamkeit.

Kolm warnt jedoch davor, dass bei aller Notwendigkeit zu Einsparungsmaßnahmen die Sicherung des Wettbewerbsstandortes Österreich nicht aus den Augen verloren werden darf! Als zentrales Element sieht Kolm hier die Anreizschaffung für Bildung und Innovation. Entgegen der allgemeinen Meinung kurbeln Steuern das Wirtschaftswachstum nämlich nicht an - neue Arbeitsplätze hingegen sehr wohl! "In Zeiten einer Verschuldungskrise verlangt es nach mutigen Würfen, also Veränderungen. Genauso, wie man über einen Graben nur in einem großen Satz springen kann, verlangt die momentane Situation umfassende Maßnahmen. Maßnahmen, die ein gewisses Maß an Mut und Risiko beinhalten. Aber wir dürfen eines nicht vergessen:
Eine Krise stellt auch immer eine Chance dar und Chancen muss man nutzen!"

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