Konecny fordert entschieden Aufklärung des Vandalenakts gegen die "Steine der Erinnerung" in der Josefstadt

Wien (OTS/SK) - Justizministerin Bandion-Ortner ist dringend gefordert, den antisemitischen Vandalenakt, der sich Mitte Juni im 8. Bezirk ereignete, endlich zu klären, betonte der Vorsitzende der SPÖ-Bundesratsfraktion Albrecht K. Konecny Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Mit vehementer Gewalt wurde in der Nacht vom 10. zum 11. Juni einer der vier Gedenksteine in der Wiener Skodagasse aus dem Gehsteig gerissen. ****

Die Gedenksteine wurden im Rahmen der Initiative "Steine der Erinnerung" in die Gehsteige verankert. Es handelt sich dabei um Metallplaketten mit den Namen von jüdischen MitbewohnerInnen, die während des NS-Regimes delogiert und danach in vielen Fällen in Konzentrationslagern ermordet worden sind. Ihr Schicksal soll damit in Erinnerung gerufen werden und lebendig bleiben.

"Es geht nicht an, dass rechtsextreme, antisemitische Übergriffe immer wieder verharmlost und von der Justiz ad acta gelegt werden. Ich fordere Bundesministerin Bandion-Ortner auf, hier Zeichen zu setzen und das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus auch in ihrem Verantwortungsbereich voranzutreiben. Dieser Vandalanakt ist nur einer von vielen und ist auch in Zusammenhang mit den stetig steigenden Anzeigen gegen das Verbotsgesetz zu sehen. Wehret den Anfängen muss ein gelebter Teil der österreichischen Politik sein und bleiben. Im Namen der Opfer fordere ich eine rasche Aufklärung dieses Vorfalls ein", schloss Konecny. (Schluss) mo/mp

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