Ausgeblendeter Motivationsfaktor (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 5. Juli 2010

Klagenfurt (OTS) - Den Nerv der hitzigen Debatte rund um Chancengleichheit der Geschlechter in der Wirtschaft trifft eine aktuelle Studie von Innsbrucker Finanzwissenschaftlern. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Quoten Frauen dazu motivieren, sich dem Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt zu stellen. Ohne Förderung neigen sie - laut der Studie - dazu, bei gleicher Qualifikation wie Männer in Konkurrenzsituationen zurückzustecken: Die Folgen dieser Tendenz sind weniger Aufstiegsmöglichkeiten und geringere Einkommen. Unternehmen sollte dieser Befund zu denken geben. Es kann wirklich nicht in ihrem Interesse sein, wertvolle Mitarbeiterinnern schon auf der Startrampe scheitern zu lassen, nur weil sie über eine leicht zu beseitigende erste Hürde stolpern. Langfristig wird es sich die Wirtschaft nicht leisten können, Frauen mit Killerargumenten ins Abseits zu stellen. Letztlich schadet sie sich nur selbst.

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