Landau fordert Aufenthaltstitel für integrierte Flüchtlingsfamilien

Schicksal Arigona Zogajs zeigt "fehlende Rationalität" in der gegenwärtigen Zuwanderungs- und Integrationspolitik

Wien, 04.07.10 (KAP) Für gut integrierte Flüchtlingsfamilien muss es eine Möglichkeit geben, zu einem humanitären Aufenthaltstitel zu gelangen: Das hat der Wiener Caritas-Direktor Michael Landau am Sonntag im Blick auf die erzwungene Ausreise von Arigona Zogaj und ähnlich gelagerte Fälle gefordert. "Das geltende Recht nimmt auf die faktisch gelungene Integration nach wie vor zu wenig Rücksicht", so Landau im "Kathpress"-Gespräch.

Das Fremdenrecht müsse deshalb durch eine "Prüfung unter humanitären Gesichtspunkten" ergänzt werden, betonte der Wiener Caritas-Chef:
"Insbesondere sollten unbescholtene Asylwerber, die bereits mehr als fünf Jahre auf den Ausgang ihres Verfahrens warten, die Möglichkeit erhalten, sich in Österreich niederzulassen."

Das Schicksal von Arigona Zogaj mache dabei das grundsätzliche Problem deutlich, um das es gehe: "Sie spricht gut Deutsch, ist bestens integriert, strebt einen Beruf an, den wir in Österreich brauchen - Krankenschwester. Und dennoch darf sie nicht bleiben."

Für Landau zeigt das Schicksal Arigona Zogajs die "fehlende Rationalität" in der gegenwärtigen Zuwanderungs- und Integrationspolitik.

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