BZÖ-Bucher verlangt Arbeitsamt für Beamte

Wien (OTS) - Für jene Beamten, die in ihrem ursprünglichen Einsatzgebiet keine Beschäftigung mehr haben und nicht mehr benötigt werden verlangt BZÖ-Bündnisobmann Josef Bucher ein Arbeitsamt für Beamte. Er erinnert, dass SPÖ und ÖVP vor fast genau drei Jahren zwar einen Ministerratsbeschluss für eine Jobagentur gefasst haben -"geschehen ist aber nichts!" Mit einer ausgegliederten Arbeitsagentur die dafür zuständig ist, falsch eingesetzten Beamten wieder einen Aufgabenbereich zu finden, gebe es auch etwas mehr Fairness im Beamtensystem, so Bucher.

Derzeit können Beamte nicht versetzt und damit dort eingesetzt werden wo sie gebraucht werden, kritisiert Bucher die bestehenden Bestimmungen. Typische Beispiele sind für ihn die Telekom-Beamten, "die in sogenannten Job-Agenturen vor sich hinmodern, aber großteils hochqualifiziert sind."

Der Sinn eines professionellen Jobproviders außerhalb der Beamtenstruktur, wie ihn Großbritannien und die skandinavischen Länder bereits eingesetzt haben, liegt für Bucher klar auf der Hand:
"Damit erhält man endlich ein effizientes Personalmanagement des Bundes und die "weißen Elefanten" verschwinden". Mit der nötigen Aushebelung des Versetzungsschutzes, wenn Beamte umgeschult und für neue Aufgaben qualifiziert werden, lassen sich aber auch Überkapazitäten und Personalmängel ausgeglichen.

Nach dem Ministerratsbeschluss im Juli 2007 haben sich aber wieder einmal die Beamtenbetonierer bei ÖVP und SPÖ durchgesetzt, kritisiert der BZÖ-Bündnisobmann. Den Beamten, die derzeit höhere Löhne, höhere Pensionen und einen umfassenden Kündigungsschutz haben, bringt laut Bucher ein eigenes Arbeitsamt auch Fairness gegenüber den Angestellten. Einen ganz entscheidenden Aspekt gibt es dabei auch für die Beamten, Bucher: "Sie wollen ja auch gebraucht werden!"

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