Kärntner Druckerei: Rolle des Aufsichtsrates hinterfragen

FPK-Scheuch: Was wussten SPÖ-Parteivorsitzende?

Klagenfurt (OTS) - Die Rolle des Aufsichtsrates und der SPÖ-Parteivorsitzenden im Zusammenhang mit der Finanzmisere der Kärntner Druckerei will nun FPK-Obmann DI Uwe Scheuch hinterfragen. Der ehemalige SPÖ-Vorsitzende Peter Ambrozy sei als Aufsichtsratsvorsitzender in die Pflicht zu nehmen. "Der Umsatz der Druckerei ist in den letzten sechs Jahren um ein Drittel zurückgegangen, von 22 Millionen im Jahr 2004 auf 15 Millionen im Jahr 2009. Ambrozy war seit 2008 im Aufsichtsrat. Wie kann er behaupten, dass die Finanzmisere nicht absehbar gewesen ist, wenn er jahrelang - zuerst quasi als Eigentümer und dann als Aufsichtsrat -totalen Einblick in die Bücher hatte", fragt sich Scheuch.

Aufgabe des Aufsichtsrates als Kontrollgremiums sei es, die Geschäftsführung zu überwachen. Zu diesem Zweck hätte Ambrozy jederzeit einen Bericht über den Geschäftsverlauf verlangen können und auch müssen. Vor allem angesichts des massiven Umsatzrückganges hätte man hier besondere Vorsicht walten lassen müssen. "Nach Ansicht von Experten liegt hier eine eklatante Verletzung von Aufsichts- und Überwachungspflichten vor. Aber hat Ambrozy absichtlich weggesehen oder den 30-prozentigen Umsatzeinbruch schlicht und ergreifend nicht begriffen", will Scheuch ermittelt wissen.

Aber auch das Verhalten der Nachfolgerin Ambrozys als Parteivorsitzende, Gabriele Schaunig, müsse untersucht werden, fordert Scheuch. Die damalige SPÖ-Chefin hat noch im Mai 2008 zum Verkauf der KTZ- und Druckerei-Immobilie in Klagenfurt hochoffiziell gemeint: "Es gibt keinen Druck." Inoffiziell - das wisse man durch Aussagen des ehemaligen Geschäftsführers - hätte man die Dinge allerdings anders gesehen. Für FPK-Obmann Scheuch ein glatter Skandal, wie sich die SPÖ-Vorsitzenden der Reihe nach abputzen würden. "Heute befürchtet der Kreditschutzverband, dass die Kärntner Druckerei ohne frisches Geld nicht einmal 30 Prozent ihrer Schulden bezahlen kann. Aber gestern war für die SPÖ noch alles in Ordnung? So eine wirtschaftliche Inkompetenz möchte ich nicht einmal der SPÖ unterstellen. Ich befürchte, da steckt leider mehr dahinter", schließt Scheuch und fordert eine detaillierte Untersuchung.

(Schluss/le)

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