Adensamer: VPNÖ gibt klares Bekenntnis gegen Kinderarbeit ab

NÖ Landtag beschließt Resolution zur Vermeidung des Erwerbs von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit im öffentlichen Beschaffungswesen

St. Pölten (OTS/NÖI) - "Wir als VP Niederösterreich haben heute einmal mehr ein klares Bekenntnis gegen Kinderarbeit abgegeben. "Ich freue mich, dass unser Resolutionsantrag eine so breite Zustimmung erfahren hat. Mit unserem Antrag soll der Erwerb von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit im öffentlichen Beschaffungswesen vermieden werden", erklärt VP-Landtagsabgeordnete Erika Adensamer.

"Laut Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) arbeiten 126 Millionen Kinder weltweit unter ausbeuterischen Bedingungen. In einer Vielzahl von Staaten ist ausbeuterische Kinderarbeit zwar verboten, jedoch wird das Verbot vielerorts missachtet und Kinder werden u.a. zur Produktion von international gehandelten Waren eingesetzt. Produkte aus Kinderarbeit sind beispielsweise Baumwolle, Fußbälle, Garnelen, Gold, Goldschmuck, Grabsteine, Kakao, Krabben, Natursteine, Orangen, Orangensaft, Schokolade, Seide, Shrimps, Spielzeug, Tabak, Teppiche, Textilien, Zigaretten und Zucker", informiert die VP-Abgeordnete.

"Zum Schutz der ausgebeuteten Kinder bedarf es auf allen politischen Ebenen Maßnahmen, um diesen Missständen zu begegnen. Dabei stehen die Verbesserung der Lebenssituation der betroffenen Bevölkerungsgruppen und die Einhaltung der internationalen Arbeitsschutzrechte im Vordergrund. Die Vermeidung von ausbeuterischer Kinderarbeit ist eine christliche und humane Notwendigkeit und gleichzeitig ein wirksamer Beitrag zur Schaffung besserer sozialer Strukturen und verbesserter Wirtschaftsgrundlagen in den betroffenen Entwicklungs- und Schwellenländern", so Adensamer.

"Als Großverbraucher verfügt das Land Niederösterreich vor allem im Beschaffungswesen über die Möglichkeit, zur Überwindung von ausbeuterischer Kinderarbeit beizutragen und damit auch über die Grenzen Niederösterreichs hinaus eine Vorbildfunktion einzunehmen. Gemäß Artikel 26 der EU-Richtlinie 2004/18/EG können öffentliche Auftraggeber jedenfalls zusätzliche - insbesondere soziale und umweltbezogene - Bedingungen für die Ausführung eines Auftrages vorschreiben, sofern diese mit dem Gemeinschaftsrecht vereinbar sind und in der Bekanntmachung oder in den Verdingungsunterlagen angegeben werden. Ein verantwortungsvolles Beschaffungswesen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem sozial und ökologisch zukunftsfähigen Produktions- und Konsumverhalten dar. Einige deutsche Bundesländer haben bereits Landtagsbeschlüsse gegen ausbeuterische Kinderarbeit gefasst, in Österreich sind derartige Landtagsbeschlüsse bisher nicht bekannt", erklärt LAbg. Adensamer.

"Mit unserem Antrag im Land sollen im Beschaffungswesen und bei Ausschreibungen künftig nur mehr Produkte ohne ausbeuterische Kinderarbeit hergestellt werden. Die Landesregierung wolle weiters dafür Sorge tragen, dass die Standards des fairen Handels und der Ökologie in gleicher Weise berücksichtigt werden. Der Nachweis ist durch den Auftragnehmer/Bieter in Form einer Zertifizierung einer unabhängigen Organisation oder in Form einer Selbstverpflichtungserklärung zu führen. Außerdem soll die Landesregierung die im öffentlichen (Mehrheits-)Besitz befindlichen Gesellschaften und öffentlichen Einrichtungen sowie auf die niederösterreichischen Gemeinden einwirken und mit derselben Maßgabe verfahren", informiert Adensamer.

Ein weiterer Punkt unseres Resolutionsantrags sieht vor, dass die Öffentlichkeit, insbesondere die Verbraucherinnen und Verbraucher über die Problematik der ausbeuterischen Kinderarbeit besser informiert werden sollen. Und auch der Bund ist aufgefordert, für eine gesetzliche Verankerung von sozialen und
ökologischen Kriterien bei Ausschreibungen zur Vermeidung des Erwerbs von Produkten aus ausbeuterischer Kinderarbeit im öffentlichen Beschaffungswesen einzusetzen", so die VP-Landtagsabgeordnete.

"Neben der Festsetzung der UN-Kinderrechte in der Landesverfassung setzen wir in Niederösterreich einmal mehr ein klares Bekenntnis für unsere Kinder", steht für LAbg. Erika Adensamer fest.

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