LH Dörfler: Olympischer Gedanke lebt in Bosnien-Herzegowina

Kärntner Delegation besuchte olympische Stätten in der Jahorina - Empfang bei Botschafter Köck - Dank an Gastgeber für bereichernde Reise und Freundschaft

Sarajevo, Klagenfurt (OTS/LPD) - Den Abschluss der Reise nach Bosnien-Herzegowina von Landeshauptmann Gerhard Dörfler und der Kärntner Wirtschaftsdelegation bildete Freitag am späten Nachmittag der Besuch des Olympiaschigebietes Jahorina. Der Bürgermeister von Ost-Sarajevo, Vinko Radovanovic, informierte die Kärntner über die Ausbaupläne für das Schigebiet und den dafür erstellten Masterplan für die nächsten 15 Jahre. Investitionen von 300 Mio. Euro seien vorgesehen und zwar für Lift- und Hotelanlagen, Schneekanonen sowie Straßen- und Eisenbahninfrastruktur.

"Man spürt die Begeisterung und Dynamik, mit der Sie hinter Ihrem Projekt stehen", stellte Dörfler fest. Ein Revival der olympischen Damensportstätten zu einem modernen Tourismuszentrum sei eine gute Idee. Pale und die Jahorina könnten sich von einer Industrie- zu einer Tourismusregion entwickeln. "Ich habe bei meinem Besuch auch erkannt, dass die Region über ein großes Naturkapital verfügt. Das Gebiet hat viele Möglichkeiten, in Sommer und Winter Gäste anzuziehen", meinte der Landeshauptmann. Er nannte Nordic Walking, Klettern, Mountainbiken und Rafting als mögliche Sportarten. Das vom Südosteuropaexperten Alexander Petritz und der Hypo Group Alpe Adria mitentwickelte Konzept habe somit auch einen kleinen Kärntenbezug, stellte Dörfler erfreut fest.

Laut Bürgermeister Radovanovic wurden bisher 30 Mio. Euro in der Jahorina investiert. Einige neue Hotels seien entstanden bzw. in Bau. Die Bettenkapazität wolle man von 4.000 auf 8.000 verdoppeln. Der Bürgermeister informierte darüber, dass 2011 die Biathlon-WM in der Jahorina stattfinden werde. Für 2015 habe man sich neben dem Montafon für die europäischen Jugendwinterspiele beworben. Hierfür solle die Vergabeentscheidung im November dieses Jahres erfolgen.

Der Landeshauptmann riet den Verantwortlichen, eine Marke zu entwickeln, die jedem geläufig sei. Mit Sarajevo, der Jahorina und Pale verbinde jeder die Olympischen Spiele von 1984 meinte er. Dörfler informierte die bosnischen Politiker auch über die Bewerbung für die Dreiländer-Schi-WM in Kärnten, Friaul und Slowenien.

Am Abend war die Kärntner Delegation noch von Botschafter Donatus Köck in die österreichische Botschaft eingeladen. "Es kommt nicht jeden Tag vor, dass man einen Landeshauptmann zu Gast hat", meinte der Botschafter. Erfreulich sei, dass die Delegation neben Sarajevo auch mehrere andere Städte und Regionen besucht habe. Es sei ein schöner Beitrag für die bilateralen Beziehungen, dass der Kärntner Landeshauptmann mit Wirtschaftsleuten und Journalisten nach Bosnien-Herzegowina gekommen sei. Über das südosteuropäische Land werde in den letzten Jahren erfreulicherweise viel Positives berichtet, meinte Köck. Besonderen Dank richtete er an Föderationsminister Nail Seckanovic, der die Delegation eingeladen und auf der gesamten Reise begleitet hatte. "Österreich wird Bosnien-Herzegowina auf dem Weg nach Brüssel und bei seinen wirtschaftlichen Entwicklungen weiter unterstützen. Kärnten hat mit dieser Reise dabei eine besondere, aktive Rolle gespielt", sagte der Botschafter.

Auch der Landeshauptmann sagte Bosnien-Herzegowina die Unterstützung Kärntens am Weg nach Europa zu. Er dankte den Gastgebern für die Freundschaft und Zeit, die der Delegation entgegengebracht wurde. "Wir haben eine gemeinsame Geschichte in diesen zwei Tagen intensiv wieder entdeckt. Bosnien-Herzegowina ist das Land der Brücken und das sollte auch das Motiv auf seinem Weg nach Europa sein", meinte Dörfler. Der EU-Beitritt sollte aber nicht um jeden Preis erfolgen. Europa müsse nämlich auch für die Menschen da sein. Man brauchen ein buntes Europa mit Menschen, so wie sie geprägt sind, führte er aus. Sein Resümee zur zweitägigen Reise durch Bosnien-Herzegowina: "Wir reisen bereichert nach Kärnten zurück." (Schluss)

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