NÖ Bauernbunddirektor Penz: Biomasse hat größtes Ausbaupotenzial

Erneuerbare Energien forcieren - Kritik an Kapitalerhöhung der EVN

Wien (OTS) - Angesichts der unvermindert hohen Abhängigkeit von Importen fossiler Energieträger aus dem Ausland, verlangt der NÖ Bauernbund eine stärkere Akzentuierung der erneuerbaren Energieformen. "Wir können sonst das Ziel, im Jahr 2020 die Hälfte unseres gesamten Energiebedarfs durch alternative Energien zu decken, nicht erreichen", warnt Bauernbunddirektor Hans Penz.

Eine der wichtigsten Alternativen auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie sei die Biomasse (Holz, Häckselgut, Stroh) zur Gewinnung von Wärme und Strom. Das habe sich schon bei der Gaskrise im Vorjahr gezeigt, als Biomasse in Österreich als Alternative genutzt und damit mehr als 1 Mio. Kubikmeter Erdgas in der Stunde substituiert werden konnte.

Trotz Konjunktureinbruchs und günstiger Heizölpreise habe sich der Aufwärtstrend 2009 mit 21.300 neuen Biomasseheizungen fortgesetzt. Von den rund 2,3 Mio. Zentralheizungen in Österreich sei bereits jede vierte eine Stückholz-, Hackgut- oder Pelletsheizung, womit die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft wären, so Penz. "Wir schätzen das Potenzial der heimischen Biomasse viermal so hoch ein, wie jenes der Wasserkraft", sagt der Direktor des NÖ Bauernbundes, "für den NÖ Bauernbund gilt das Prinzip der Nachhaltigkeit und des Machbaren."

In diesem Zusammenhang übt Penz Kritik an der jüngst bekannt gegebenen Kapitalerhöhung des Energieversorgungsunternehmens EVN um EUR 200 Mio., die ein Investitionsvolumen von EUR 800 Mio. in erneuerbare Energien möglich machen soll. "Diese Kapitalaufstockung fließt ausschließlich in den Ausbau von Wasser- und Windkraft", bemängelt der Bauernbunddirektor die Strategie der EVN. "Biomasse, die unsere Bauern produzieren und unter anderem auch an die EVN liefern, wird nicht einmal erwähnt." Die EVN sollte die heimischen Energiepotenziale nutzen, weil damit schließlich auch Wertschöpfung in der regionalen Wirtschaft lukriert werde, so Penz.

Die energetische Nutzung fester Biomasse ist in den letzten Jahren signifikant gestiegen und dient auch der Reduzierung von Kohlenstoffdioxid. Mit biogenen Brennstoffen konnten im Vorjahr rund 14 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.
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