"KURIER"-Kommentar von Gert Korentschnig: "Keine Zeit für Ferien"

Wenn die Kinder weg sind, ist die beste Zeit für Sanierungen gekommen.

Wien (OTS) - Der Job einer Ministerin für Unterricht, Kunst und Kultur zählt nicht gerade zu den einfachsten.
Im Schulbereich kann man eigentlich nur verlieren - gegen die Lehrergewerkschaft, gegen politische Gegner, vor allem den Vergleich mit anderen Nationen, wenn es wieder einmal PISA-Studien gibt. Wenn dann ein achtjähriges Mädchen (wie auf Seite 23) sagt, dass es sich im letzten Schuljahr vor allem über die Buben geärgert hatte, ist das schon ein riesiges Kompliment.
Ebenso mühsam ist der Kulturbereich. Wenn eine Organisation mehr Geld bekommt, ist die andere stinksauer. Und dann gibt es böse Journalisten, die nicht jede Jubelmeldung von Subventionserhöhungen glauben.
In Anbetracht dieser Vorgaben schlägt sich die rote Claudia Schmied in ihrem Amt gar nicht übel. Sie bringt die nötige Sturheit und Beharrlichkeit mit. Und sie hat in ihrer schwarzen Regierungskollegin Beatrix Karl sogar eine Mitstreiterin für die Gesamtschule gefunden.
Viel wichtiger als die Person ist aber die Sache an sich:
Unterricht, Kunst und Kultur zählen zu den wichtigsten Zukunftsthemen. Auch dazu sind Ferien da, um sich das klarzumachen und an Reformen zu arbeiten. Die Noten für die Schule müssen rasch besser werden.

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