Lunacek: "Europäische Gay Cops Konferenz sendet Signal gegen Angst und Vorurteile"

Grüne zu Fekter: "Gekommen um zu bleiben" gilt für Lesben und Schwule in der Polizei genauso wie für Arigona Zogaj in Österreich

Wien (OTS) - "Unsichtbarkeit fördert Angst und Vorurteile", sagte die Grüne Europaabgeordnete Ulrike Lunacek bei der heutigen Eröffnung der 5. Europäischen Gay Police Association Konferenz in Wien. "Deswegen begrüße ich es sehr, dass schwule und lesbische PolizistInnen in Österreich sich als Gay Cops bekennen und zusammen schließen und in der Polizei als solche offen auftreten können. Die Gay Cops Austria tragen damit zu einer angstfreieren Gesellschaft bei. In allen gesellschaftlichen Bereichen ist es wichtig, Vielfalt sichtbar zu machen. Das ist ein wesentlicher Beitrag zu Akzeptanz. Toleranz allein bedeutet nur Dulden - und das ist zuwenig."

Einen Wermutstropfen sieht Lunacek, die auch Vorsitzende der LGBT-Intergroup im Europa-Parlament ist, jedoch in der "typisch österreichisch halbherzigen Vorgangsweise", dass das Innenministerium zwar die Gay Cops-Konferenz und schwule sowie lesbische PolizistInnen in Österreich unterstützt, diese aber an der Regenbogenparade am kommenden Samstag nicht in Uniform teilnehmen lässt. Für VertreterInnen von Gay Cops aus anderen europäischen Ländern gilt diese Einschränkung nicht.

Klare Worte sagte Lunacek auch in Richtung von Innenministerin Maria Fekter, die sich bei der Gay Cops Konferenz aus gesundheitlichen Gründen entschuldigen ließ. Die Europaabgeordnete bedankte sich für Fekters Unterstützung der Gay Cops-Initiative, stellte aber unmissverständlich klar, dass die Anerkennung von Vielfalt alle Lebensbereiche umschließt: "In diesem Sinne ist und bleibt es ein Unrecht, integrierte Menschen des Landes zu verweisen. Arigona Zogaj muss bleiben!"

Auf Lunaceks T-Shirt prangte die Botschaft "Gekommen um zu bleiben" -das Motto der heutigen Pro-Arigona-Demonstration auf dem Heldenplatz. Für Lunacek gilt dieses Motto genauso für die Gay Cops-Konferenz als "ein Zeichen für eine Welt, die ethnische, religiöse, sexuelle und andere Minderheiten nicht aus-, sondern einschließt und sie nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung sieht!"

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0011