Strafrechtliche Konsequenzen bei Finanzmisere der Kärntner Druckerei?

Ehemaliger Geschäftsführer: Eigentümer hat Rettung des Unternehmens sträflich vernachlässigt

Klagenfurt (OTS) - "Die neuen Vorwürfe gegen den Eigentümer der Kärntner Druckerei bestätigen leider unsere ärgsten Befürchtungen. Jetzt ist aber Schluss mit lustig! Die Eigentümer müssen endlich reinen Tisch machen, schließlich geht es um strafrechtlich relevante Vorwürfe", fordert Arbeitsmarktreferent DI Uwe Scheuch. Der ehemalige Geschäftsführer beschuldigt den Eigentümer ja, seit Jahren von der drohenden Finanzmisere gewusst, dies aber aus parteipolitischem Kalkül ignoriert zu haben.

Vor Jahren seien vom Eigentümer der Kärntner Druckerei gröbste Fehler gemacht worden und die damals noch mögliche Rettung des Unternehmens offensichtlich mit voller Absicht unterlassen worden. "Wie kann es sein, dass man nur wegen einer anstehenden Wahl und wider besseren Wissens unzählige Mitarbeiter über die Klinge springen lässt? Wie unsozial und gewissenlos muss man sein. Ganz abgesehen von der strafrechtlichen Relevanz eines solchen Verhaltens", erklärt Scheuch. Aber auch die Ignoranz gegenüber vielen kleinen Betrieben, die jetzt um Außenstände aus Lieferantenverbindlichkeiten zittern müssten, sei ein Skandal.

Leider scheine es aber nach wie vor als hätte der Eigentümer nichts aus seinen Fehlern gelernt, meint Scheuch. "Warum gibt es trotz knapp 10 Millionen Schulden nach wie vor keinen Sozialplan? Warum nimmt man nicht die angebotene Hilfe des KWF und der Kärntner Sanierungsgesellschaft an? Warum spekuliert man lieber mit der Finanzspritze eines mysteriösen Investors und setzt eiskalt 50 Menschen auf die Straße? Was gibt es zu vertuschen?"

Dabei wäre es laut dem Kärntner Arbeitsmarktreferent Scheuch so dringend an der Zeit, dass der Eigentümer endlich seine Verantwortung wahrnehme. Man stehe bei allen möglichen Stellen Gewehr bei Fuss, um bei der Sanierung zu helfen. "Aber statt einer offenen Kommunikation wird weiter abgelenkt. Oder soll die geforderte Landesfinanzierungsagentur in einem ersten Schritt gleich einmal dem Eigentümer der Kärntner Druckerei helfen, seine enorme Schuldentilgung besser zu managen", fragt sich Scheuch abschließend.

(Schluss/le)

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