Maßnahmen greifen: Leichte Erholung am Kärntner Arbeitsmarkt

LHStv. Scheuch: Erfreuliche Tendenz vor allem im Österreichvergleich

Klagenfurt (OTS/LPD) - Die Lage am Kärntner Arbeitsmarkt scheint sich zu entspannen. Wie neueste Daten des AMS zeigen, gibt es einen Rückgang der vorgemerkten Arbeitslosen. "Mit 10,9 Prozent weniger Arbeitslosen liegt Kärnten besser als der Österreichschnitt von 7,3 Prozent. Nur in zwei anderen Bundesländern gab es einen größeren Rückgang an Beschäftigungslosen. Aber auch wenn sich der Arbeitsmarkt in Kärnten definitiv erholt, warne ich vor zuviel Euphorie", erklärte Arbeitsmarktreferent LHStv. Uwe Scheuch heute, Donnerstag.

Wichtig sei für ihn allerdings, dass die eingeleiteten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen offensichtlich wirken, so Scheuch. "Laut einer AMS-Studie wäre die Arbeitslosigkeit ohne unser Gegensteuern um 22 Prozent höher gewesen. Ein Schwerpunkt wurde auf Jugendliche gelegt - auch hier mit Erfolg. Denn die Entwicklungen der vergangenen Monate zeigen, dass Kärnten bei der Jugendarbeitslosigkeit im Vergleich zu den anderen Bundesländern besser abgeschnitten hat."

Trotzdem sind 17.700 Kärntnerinnen und Kärntner nach wie vor ohne Beschäftigung. 425 Personen befinden sich in Kurzarbeit. "Gerade die negativen Entwicklungen um die Kärntner Druckerei zeigen, wie wichtig ein rechtzeitiges Handeln der Eigentümer und im Krisenfall ein abgestimmtes Vorgehen mit AMS und Land wäre. Denn die Kurzarbeit zum Beispiel hätte auch im Fall der Kärntner Druckerei ein wirksames Mittel sein können, um Arbeitsplätze zu erhalten", führte Scheuch aus. Leider hätte es hier an der Initiative des Eigentümers gefehlt. So sei der für Sanierungshilfe und Arbeitsstiftung notwendige Sozialplan nach wie vor nicht erstellt worden.

Die Mittel des Territorialen Beschäftigungspaktes seien jedenfalls vielfältig und man werde diese auch in Zukunft zur Bewältigung der Wirtschaftskrise heranziehen und anbieten. Scheuch verwies auf die gut funktionierende Zusammenarbeit mit dem AMS. "Denn Unterstützungsmaßnahmen für krisengebeutelte Unternehmen werden leider noch länger notwendig sein", meinte er.
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