Schwentner zu Frauenarmut: Umsetzung armutsvermeidender Maßnahmen überfällig

Grüne: Wegfall der Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandshilfe gefordert

Wien (OTS) - "Der Ankündigungspolitik zur Verringerung von Frauenarmut sollten seitens der Bundesregierung endlich auch Taten folgen. Absichtserklärungen sind zu wenig, es braucht konkrete gesetzliche Maßnahmen, die die Strukturen, die Frauenarmut verursachen, beseitigen. So verlieren zum Beispiel viele arbeitslose Frauen ihr Einkommen, weil bei der Notstandshilfe das Partnereinkommen angerechnet wird. Wer etwas gegen Frauenarmut tun will, muss daher die Anrechnung des Partnereinkommens bei der Notstandhilfe streichen", fordert Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, anlässlich der Präsentation einer Broschüre zum Thema Frauenarmut von der Volkshilfe.

Nach wie vor sind Frauen deutlich stärker von Armut betroffen, daran habe auch Frauenministerin Heinisch-Hosek noch nichts geändert. "Ein gesetzlicher Mindestlohn ist der nächste Schritt, der unbedingt folgen muss, damit die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern nicht noch weiter aufgeht", fordert Schwentner. Frauen arbeiten besonders oft in Niedriglohnbranchen, von einem Mindestlohn per Generalkollektivvertrag bleiben viele Frauen, die in Branchen arbeiten, in denen es keinen Kollektivvertrag gibt, ausgeschlossen.

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