Bildungsministerin Claudia Schmied zieht positive Bilanz zum Schulschluss

"Es ist viel weitergegangen" - Mehr Qualität und Chancengerechtigkeit an Österreichs Schulen

Wien (OTS/SK) - Bildungsministerin Claudia Schmied zog heute, Donnerstag, eine positive Bilanz zum Schulschluss: "Mit Beharrlichkeit und in einem guten Klima der Zusammenarbeit ist viel weitergegangen. Dank eines ganzen Bündels an wichtigen Bildungsreformen wie z.B. den Bildungsstandards und der neuen Matura sind wir jetzt auf Augenhöhe mit den europäischen Staaten". Österreich hat "entschieden aufgeholt". Durch die Fülle an Bildungsreformen, die mit "Mut zur Gleichzeitigkeit" umgesetzt werden, gibt es mehr Qualität und Chancengerechtigkeit an Österreichs Schulen, so Schmied bei einer Pressekonferenz, bei der die Bildungsministerin auch einen Ausblick auf die Arbeit im Herbst (z.B. Schulverwaltungsreform, neue Lehrerbildung) gab. ****

Beim Erfolgprojekt Neue Mittelschule könne man "nicht mehr von einem punktuellen Schulversuch sprechen, sondern von einer Bildungsbewegung", so Schmied, die darüber informierte, dass es im Schuljahr 2010/2011 320 Standorte mit rund 35.000 Schülerinnen und Schülern und 3.500 Lehrerinnen und Lehrern geben werde. Die Bildungsministerin bekräftigte, als nächsten Entwicklungsschritt ein ganzes Bundesland auf die Neue Mittelschule umzustellen: "Es wäre großartig, das Pionierland Vorarlberg komplett umzustellen". Als bemerkenswert bezeichnete Bildungsministerin Schmied die Tatsache, dass ab Herbst bereits jede sechste Schule der Zehn- bis Vierzehnjährigen als NMS geführt wird. Die Ministerin plädiert für eine Ausweitung der NMS und ist mit Blick auf die Bewegung innerhalb der ÖVP froh darüber, dass "nach und nach ideologische Positionen verlassen" werden.

Erfolgreiches erstes Arbeitshalbjahr 2010

Die im ersten Arbeitshalbjahr 2010 beschlossenen Gesetzesnovellen haben noch mehr Qualität und Chancengerechtigkeit an Österreichs Schulen gebracht. Im Einzelnen wurden u.a. folgende Novellen erfolgreich umgesetzt:

+ Einführung der neuen Matura an den Berufsbildenden Höheren Schulen + Modularisierung der Abendschule: Die Umstellung auf ein Kurssystem ist ein wesentlicher Schritt in die Zukunft
+ Ausweitung und Verlängerung der Sprachförderkurse: Sprache ist der Schlüssel zu Bildung und Voraussetzung für gelungene Integration
+ Mehr Durchlässigkeit der Studien an Pädagogischen Hochschulen: Der "Bachelor of Education" eröffnet den Lehrenden neue Chancen der Weiterqualifizierung.

Schulische Tagesbetreuung und Bildungsstandards

Die schulische Tagesbetreuung ist ein deklarierter Wunsch der Eltern, so Schmied, die hervorhob, dass für die Schuljahre 2010/11 und 2011/12 bereits rund 200 Schulen mit dem Qualitätsgütesiegel ausgezeichnet werden konnten. Diese Schulen sind Best-Practice-Beispiele für qualitativ hochwertige Tagesbetreuung. Derzeit arbeitet eine Expertenkommission an der Vorbereitung eines Masterplans, um das Angebot an Tagesbetreuung im öffentlichen Bereich zu erweitern. Viel erwartet sich die Bildungsministerin auch von den Bildungsstandards: Ab 2011/12 wird erstmals österreichweit gemessen, was Schülerinnen und Schüler tatsächlich wissen und können. Vor allem als Rückmeldesystem und zur Entwicklung einer Feedback-Kultur sind die Bildungsstandards von zentraler Bedeutung, erklärte Schmied. "Zu Bundesländer- und Standortrankings wird es nicht kommen. Die Bildungsstandards werden wesentlich zur Qualitätsentwicklungen in der Schule beitragen", betonte die Bildungsministerin.

Bei der Anfang des Jahres durchgeführten Dialogreise "Netzwerke im Dialog mit der Ministerin" hat sich die Bildungsministerin mit über 1.000 Lehrenden sowie Direktorinnen und Direktoren ausgetauscht. Kommenden Herbst wird es eine neue Dialogreise durch alle neun Bundesländer geben - diesmal mit dem Schwerpunkt "Pädagogische Hochschulen als Kompetenzzentren der Schulentwicklung". Besonders wichtig sind der Ministerin auch partizipatorische Projekte für Schüler und Lehrer. Bis 2013 soll jede Schule in Österreich Partnerschaften mit Kunstschaffenden, Museen etc. eingehen, so Schmied, die hervorhob, dass der freie Eintritt für alle Kinder und Jugendlichen bis 19 in alle Bundesmuseen ein voller Erfolg ist.

Große strategische Projekte stehen im Herbst an

Kommenden Herbst stehen mit der neuen Lehrerausbildung, dem neuen Lehrerdienstrecht und der neuen Schulverwaltung große strategische Projekte an. Klares Ziel ist eine selbstständige und innovative Schule, so Schmied, die erneut bekräftigte, dass es klare Verantwortung am Schulstandort und auch eine Stärkung der Position des Schulleiters braucht. Die Bildungsministerin informierte auch darüber, dass 2011 gemeinsam mit Bundeskanzleramt und Finanzministerium konkrete Verhandlungen zum Lehrerdienstrecht beginnen. "Ich hoffe sehr, dass wir diese großen strategischen Projekte in gemeinsamer Arbeit und in gutem, konstruktivem Klima mit dem Regierungspartner und dem Parlament verwirklichen können", unterstrich Schmied. (Schluss) mb

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