Industrie: Nationaler Aktionsplan für Erneuerbare Energie (NREAP) wichtiger Meilenstein

Sorger: NREAP wichtiger Meilenstein in der Umsetzung der Energiestrategie Österreich - IV begrüßt und anerkennt pünktliche und fachlich solide Meldung an EU-Kommission

Wien (OTS/PdI) - "Aus Sicht der Industrie kann mit der
Übermittlung des nationalen Aktionsplan für Erneuerbare Energie (NREAP) ein wichtigen Meilenstein in der Umsetzung der Energiestrategie Österreich abgehakt werden", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Dr. Veit Sorger, anlässlich der Präsentation des Aktionsplans durch Wirtschafts- und Energieminister Reinhold Mitterlehner, heute, Donnerstag. Mit diesem Aktionsplan stelle Österreich gegenüber der EU-Kommission detailliert dar, wie der Zielwert für Erneuerbare Energie von 34% bis zum Jahr 2020 erreicht werden soll. Auf Basis einer soliden fachlichen Expertise sei es damit gelungen die Energiestrategie Österreich systematisch in Zahlen zu fassen und damit eine Leitlinie für die Umsetzung der Strategie in den nächsten Jahren zu erstellen.

Für die Industrie sei es entscheidend, dass die grundlegende Weichenstellung der Energiestrategie, die gesamtwirtschaftliche Energieeffizienz zu steigern, indem der Endenergieverbrauch bei 1100 Petajoule (PJ) stabilisiert werden soll, beibehalten wird. "Eine konsequente Verbesserung der Effizienz im gesamten Energiesystem, wie es die Industrie seit langem vormacht, ist der Schlüssel zur Erreichung der EU-Zielvorgaben für den Klimaschutz und den Anteil Erneuerbarer Energie. Es ist wesentlich sinnvoller, Energie nicht zu verschwenden als immer mehr Energie mit immer neuen und teureren Förderprogrammen zur Verfügung zu stellen", macht Sorger die inhaltliche Stoßrichtung der Industriellenvereinigung klar.

Die Industrie verwehre sich damit auch gegen die Nennung ständig neuer Fantasiezahlen zum Anteil Erneuerbarer Energie bis 2020. Aus Sicht der Industrie erfordern bereits die geltenden EU-Vorgaben für Österreich von 34% Erneuerbarer Energie und minus 16% Treibhausgase einen politischen und gesellschaftlichen Kraftakt bis zum Jahr 2020. "Österreich hat bereits eine zu lange Tradition in der Nennung ambitionierter Ziele im Klima- und Energiebereich, die dann zu erheblichen volkswirtschaftlichen Kosten führen - Stichwort 'Kyotoziel'. Wir tun gut daran, uns nicht aufgrund leicht durchschaubarer Motive einzelner Branchen das nächste unerreichbare Ziel einzutreten", tritt IV-Präsident Sorger vereinzelten Vorstellungen entgegen, mit dem Aktionsplan ein höheres, als das geforderte 34%-Ziel nach Brüssel zu melden.

Auch wenn das nun vorliegende Dokument nur eine pragmatische Darstellung dessen sei, was im Zuge der Energiestrategie Österreich bereits erarbeitet wurde, und damit bei weitem kein Papier der Industrie, fände es die Akzeptanz der Industrie. Es werde sowohl die zugrundeliegende fachliche Umsetzung der Energiestrategie als die wiederholte Einbindung aller Stakeholdern gewürdigt. "Für die Industrie hat Bundesminister Mitterlehner mit der pünktlichen und fachlich soliden Meldung an die EU-Kommission in jedem Fall energiepolitisch Leadership gezeigt", so Sorger abschließend.

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