Heinisch-Hosek: Mehr Gleichstellung heißt Armut bekämpfen

Frauenministerin unterstützt Kampagne der Volkshilfe

Wien (OTS) - "Armut ist weiblich. Denn jede zehnte Frau in Österreich - egal ob Alleinerzieherin, Pensionistin oder eine Frau mit Migrationshintergrund - ist davon bedroht", sagte die Frauenministerin in Reaktion auf den heute präsentierten Ratgeber der Volkshilfe Österreich zur Frauenarmut.

Die Ursachen für Armut seien die geringe Entlohnung, unterbrochene Erwerbsbiographien und die unbezahlte Betreuungs- und Versorgungsarbeit, daher sei auch der gestern präsentierte Nationale Aktionsplan (NAP) zur Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen Frauenarmut. "Mehr Gleichstellung heißt nicht nur, den Frauen bessere Chancen zu ermöglichen, sondern heißt auch Armut bekämpfen", so Heinisch-Hosek. Denn je mehr beim Ausbau der Kinderbetreuungsplätze für die Kleinsten weitergehe, umso mehr Chancen hätten Frauen am Arbeitsmarkt und damit auch auf ein Einkommen, von dem sie leben könnten.

Wichtig sei vor allem, dass den Frauen, die Teilzeit arbeiten müssen und bereit wären, ihr Stundenausmaß aufzustocken, auch Vollzeitjobs angeboten werden. Die Ministerin schlage daher vor, dass Betriebe verpflichtet werden, Vollzeitjobs zuerst ihren Teilzeitkräften anzubieten, bevor die Stelle nach außen ausgeschrieben werde. "Gleichzeitig bin ich überzeugt davon, dass die ab kommenden Jahr geltende Einkommenstransparenz in Betrieben dafür sorgen wird, dass Teilzeitkräfte nicht mehr um bis zu 30% weniger als Vollzeitkräfte pro Stunde verdienen werden. Das ist auch ein Beitrag zur Armutsbekämpfung", sagte Heinisch-Hosek abschließend.

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Mag. Dagmar Strobel
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