Erneuerbaren-Verbände informieren EU-Kommission über tatsächliches Potenzial Österreichs

Wien (OTS) - Der heute von Wirtschaftsminister Mitterlehner präsentierte Aktionsplan Erneuerbare Energie ist für die meisten Verbände der Erneuerbaren Energie inakzeptabel. Ein kürzlich von diesen Verbänden präsentierter Aktionsplan zeigt, dass ein erneuerbarer Energieanteil von 50 Prozent am Gesamtenergie-Mix bis zum Jahr 2020 möglich ist. Die Verbände wenden sich nun direkt an die EU-Kommission, um auf dieses hohe Potenzial für Österreich hinzuweisen.

Die Verbände der erneuerbaren Energien - Österreichischer Biomasse-Verband, proPellets Austria, IG Windkraft, Kleinwasserkraft Österreich, Photovoltaic Austria, Austria Solar, ARGE Kompost & Biogas Österreich, Bundesverband Nachhaltige Mobilität - sind sich in ihrer Beurteilung des heute präsentierten "Nationalen Aktionsplan 2010 für erneuerbare Energie (NAP)" der Bundesregierung einig. Das Ziel, den Ausbau erneuerbarer Energie von 4,4 Prozent in drei Jahren (so geschehen von 2005 bis 2008) auf 5,4 Prozent in zehn Jahren (bis 2020) zu verlangsamen, ist für die Verbände in keinerlei Hinsicht begründbar. Österreich ist bei Solar- und Biomassetechnik weltweit führend, ebenso als weltweiter Zulieferer für Photovoltaik- und Windkraftanlagen. Die Übermittlung der unrealistischen Zahlen des Aktionsplanes nach Brüssel würde die Glaubwürdigkeit Österreichs als führendes Umwelttechnologieland Europas untergraben. Die negativen Folgen hätte die stark exportorientierte heimische Branche der Erneuerbaren zu tragen, die mit ihrem dynamischen Wachstum in den letzten Jahren tausende Arbeitsplätze geschaffen hat und derzeit 75.000 Menschen beschäftigt.

Die Erneuerbaren-Verbände werden daher unabhängig von der Regierung einen offiziellen Bericht zum Nationalen Aktionsplan für Österreich bis 2020 an die EU-Kommission übermitteln, der darstellt dass ein erneuerbarer Energieanteil von 50 Prozent am Gesamtenergie-Mix bis zum Jahr 2020 realistisch ist. Dieser Bericht ist international vergleichbar und wurde ebenso wie der Aktionsplan der Bundesregierung nach der europäischen Richtlinie für erneuerbare Energien erstellt. Damit steht der Kommission eine wichtige Zusatzinformation bei der Beurteilung des Regierungsplanes zur Verfügung.

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DI Roger Hackstock
Verband Austria Solar
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