Grünewald: Prekäre Stituation der Unis kein Horrorszenario, sondern Realität

Grüne: Hochschul- und Forschungspolitik darf nicht zum bloßen Schattenboxen werden

Wien (OTS) - "Die Aussagen von UNIKO-Präsident Sünkel und die warnende Stimme des Salzburger Rektors Schmidinger, dass die restriktiven Budgets und die geforderten Rückhaltungen von Finanzmitteln zu empfindlichen Leistungseinbußen an den Universitäten führen werden, finden zunehmend Bestätigung. Kritische Stimmen als rein standespolitische Reflexe und übliche Begehrlichkeiten abzutun, ist alles andere als ehrliche Hochschulpolitik", unterstützt Grünewald die betroffenen Rektoren wie Studierenden. Die prekäre Situation an den Unis sei kein Horrorszenario, sondern Realität.

"Wenn nun auch die BOKO davon spricht, dass Stornierungen von bereits geschlossenen Leistungsvereinbarungen drohen und die 'Freisetzung' von mehr als der Hälfte des kündbaren Personals nicht auszuschließen sein, dann sollten alle Alarmglocken läuten. Wenn aufgrund mangelnder Finanzierungssicherheit (zwischen 2013 und 2015 fehlen der BOKU etwa 33 Millionen) ein regulärer Lehr- und Forschungsbetrieb kaum mehr zu garantieren ist, dann betrifft dies ganze Jahrgänge von Studierenden und wissenschaftlicher Talente", warnt Grünewald. Wie Rektor Gerzabek wünscht Grünewald eine kritische Betrachtung der Mietzahlungen der Universitäten an die BIG.

"Hochschul- und Forschungspolitik darf nicht zum bloßen Schattenboxen werden, das Schaumschlagen mit rosaroter Brille muss beendet werden. Ich fordere klare Transparenz und offene Karten. Nicht nur der tertiäre Bildungsbereich ist der Qualität und Transparenz verpflichtet, sondern auch die beiden Ministerien für Wissenschaft und Finanzen", fordert Grünewald. "Ohne sofortiges Umdenken und ohne Forschungsoffensive werden hier ansonsten Lücken aufgerissen, die über Jahre nicht zu kitten sind und Österreich hier endgültig zum Nachzügler stempeln. Wenn man sich gegenüber allen Argumenten weiter taub stellt, soll ein österreichweiter Protest- und Aktionstag hier die Regierung aus dem prolongierten Winterschlaf retten", erklärt Grünewald.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0003