12. bis 16. Juli 2010: Erste ISEA Konferenz in Wien - hosted by FH Technikum Wien!

Wien (OTS) - Eine Premiere für Wien und eine Premiere für die FH Technikum Wien: Alle zwei Jahre hält die International Sports Engineering Association (ISEA) ihre Wissenschaftskonferenz ab. Die diesjährige 8. ISEA Konferenz findet erstmals in Wien statt und wird vom Institut für Sports Engineering und Biomechanics an der FH Technikum Wien organisiert. Unter dem Motto "Engineering Emotion" präsentiert die internationale wissenschaftliche Community von 12. bis 16. Juli im Wiener Austria Center neueste Ergebnisse und Erkenntnisse der Forschung im Bereich Sports Engineering.

Keynote Speeches

Allen voran werden sich die drei Keynote Speaker Benno Nigg, Professor für Biomechanik an der Universität von Calgary sowie Präsident und CEO von Biomechanigg Research Inc., Johan Kotze, R&D Innovation Manager der Head Sport GmbH, und Mario Lafortune, Direktor des NIKE Sport Research Laboratory, in ihren Vorträgen mit aktuellen Forschungsfragen und -ergebnissen befassen.

Benno Nigg, der "Biomechanik-Papst" und "Lauf-Forscher", wird einen neuen Ansatz vorstellen, wie der Bewegungsapparat auf wiederkehrende Aufprallkräfte reagiert. Anders als die bisher verbreitete Auffassung, dass durch Dämpfung des Aufpralls beim Laufen die Belastung für den Bewegungsapparat reduziert und die Verletzungsgefahr verringert werden kann, kommt Nigg zu dem Schluss, dass die Aufprallkräfte nicht die Ursache für Laufverletzungen sind, sondern Energieverlust aufgrund von erhöhter Muskelaktivität, die erforderlich ist, um Erschütterungen durch Aufprallkräfte zu dämpfen.

Johan Kotze wird sich in seiner Keynote Speech der Zukunft des Tennissports widmen. Damit Tennis auch in den kommenden Jahren spannend bleibt, müssen neue Technologien und Produkte entwickelt und umgesetzt werden. Kotze wird dazu einen Überblick über die weltweiten Trends geben und welche Möglichkeiten im Tennis sie für die nähere Zukunft prognostizieren.

Mario Lafortune wiederum wird Einblicke in die Forschungsaktivitäten von NIKE geben und in diesem Zusammenhang der Frage nachgehen, wie wichtig in Versuchen die Kontrolle unabhängiger Variablen ist, um Forschungsfragen korrekt zu beantworten.

Sportliche Forschungsergebnisse

Die ISEA Konferenz bietet insgesamt ein breites Spektrum an Themen, die in mehr als 200 Papers und Postern an vier Konferenztagen (in jeweils drei parallelen Sessions) vorgestellt werden. Im Mittelpunkt des dichten Programms stehen insbesondere die Themen Aerodynamik, Design, Werkstoffe, Geräteausstattung und Messungen sowie Simulation und Modelle und ihre Anwendung in so bekannten Sportarten wie Skifahren, Radfahren, Fußball, Golf oder Laufen. Thematisiert wird im Rahmen der Konferenz auch die Entwicklung von Sportgeräten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. "Der eigentliche Forschungszweck im Bereich Sports Engineering besteht ja darin, die Performance der Athleten und der Sportgeräte zu verstehen und an deren Verbesserung im Bereich Gesundheit und Training ebenso wie im Hinblick auf sportliche Spitzenleistungen zu forschen und zu arbeiten", so Alan Bramley, der Präsident der ISEA. Er wird gemeinsam mit Hermann Krist, Abgeordneter zum Nationalrat und Sportsprecher der SPÖ, sowie mit FH-Prof. DI Dr. Fritz Schmöllebeck, Rektor der FH Technikum Wien, und FH-Prof. Ing. MMag. Dr. Anton Sabo, Leiter des Instituts für Sports Engineering und Biomechanics an der FH Technikum Wien, die 8. ISEA Konferenz am 13. Juli feierlich eröffnen.

Sports Engineers aus aller Welt

Es werden etwas mehr als 250 Teilnehmer aus aller Welt zur ISEA Konferenz in Wien erwartet. "Vor allem die Kollegen aus UK, Frankreich, Japan und den USA werden heuer besonders stark vertreten sein", so FH-Prof. Ing. MMag. Dr. Anton Sabo, der Mitglied des ISEA-Vorstandes und in dieser Funktion auch Leiter des Organisationskomitees der 8. ISEA Konferenz ist. Dass Österreich bei der Konferenz immerhin mit zwölf Beiträge vertreten sein wird, freut den Leiter des Studienganges Sports Equipment Technology an der FH Technikum Wien auch insofern ganz besonders, als es sich bei sieben der zwölf Beiträge um Projekte seiner Studierenden handelt, an denen sie im Rahmen ihres Bachelor- oder Master-Studiums gearbeitet haben.

Studierende forschen

Stefan Hörzer, Roman Gastinger und Christoph Fuchs sind in der Lehrveranstaltung "Angewandte Informatik & Simulation" im Master-Studium Sports Equipment Technology der Frage nachgegangen, ob die Höhenlage eines Stadions die Flugbahn des Fußballs beeinflusst. Im Labor gelang den Studierenden der Nachweis, dass die Höhenlage den Flug des Fußballs tatsächlich beeinflusst und dass dies sogar spielentscheidend sein könnte.

Clemens Oertel wiederum entwickelte im Rahmen seines Master-Studiums Sports Equipment Technology eine Prüfanlage für Felgen- und Scheibenbremsen von Rädern. Anders als bei Tests im Gelände, wo man nur die subjektive Einschätzung des Radfahrers bzw. Felddaten, die unter nicht wiederholbaren Gegebenheiten gemessen wurden, zur Verfügung hat, können mithilfe der neuen Prüfanlage jetzt auch objektive Aussagen zum Verhalten von Radbremsen getroffen werden.

Schwimmflossen werden von Profischwimmern und inzwischen auch immer mehr von Amateuren zum Muskeltraining verwendet. Der Frage, welche Auswirkung das Design von Schwimmflossen sowie die Frequenz und der Ausschlag von Beinbewegungen auf das Muskelaktivitätsmuster bei Schwimmern haben, ist Marion Koch in einer Projektarbeit während ihres Studiums nachgegangen. Sie kommt zu der Conclusio, dass schwere Flossen den Unterschenkel stärker trainieren und kurze Flossen größeren Einfluss auf Oberschenkel und Gesäß haben. Dank dieser Erkenntnisse kann bei der Entwicklung von Schwimmflossen das Design entsprechend auf die jeweiligen Trainingsanforderungen abgestimmt werden.

Die anderen vier Studierendenprojekte beschäftigen sich mit

  • der Passform von Skischuhen bei unterschiedlicher Druckmessverteilung
  • den Auswirkungen der kraftschonenden Pedalbewegung mit dem Mittelfuß beim Radfahren auf das anschließende Laufverhalten im Triathlon
  • der Entwicklung eines individuell anpassbaren, leichteren Radlenkers aus nur einem Stück Verbundwerkstoff, wie sie beim Zeitfahren im Radrennsport benötigt werden
  • der Bewegungsanalyse bei Leistungstests mit einem Zugkraftgerät, das einen Judowurf simuliert, zur Verbesserung der Leistungen von Judokas bei Wettkämpfen

Alle Papers, die bei der 8. ISEA Konferenz vorgestellt werden, sind jetzt bereits unter
http://www.ots.at/redirect/science_publication online verfügbar.

Wirtschaft meets Wissenschaft

Auch Vertreter aus Wirtschaft und Industrie sind immer wieder zahlreich bei den ISEA Konferenzen vertreten, um sich über die neuesten Forschungsergebnisse und -erkenntnisse im Bereich Sports Engineering auf dem Laufenden zu halten. Zudem finden im Rahmen der Konferenzen auch regelmäßig Firmenausstellungen statt. Bei der 8. ISEA Konferenz werden u.a. Firmen wie Head & Tyrolia, AMTI - Force and Motion, SENSORIZE - Motion Sensing Technology, Endless Sports oder SÜSS Medizintechnik vor Ort vertreten sein.

Nähere Informationen zur ISEA Konferenz (Registrierung, Teilnahmegebühren, Programm, Keynote Speaker, Side Events, Aussteller etc.) stehen unter http://isea2010.technikum-wien.at zur Verfügung.

International Sports Engineering Association (ISEA)

Die ISEA ist der weltweite Sports Engineering-Verband. Sie fördert die technische Seite des Sports Engineering und bietet eine gemeinschaftliche Basis zur Erfassung und Verbreitung/Bekanntmachung von Wissen im Bereich von Sports Engineering. Mitglieder der ISEA sind Einzelpersonen ebenso wie Unternehmen und Organisationen. Die ISEA veranstaltet alle zwei Jahre die ISEA Konferenz, das internationale Treffen der Sports Engineering-Community, und publiziert die bei diesen Konferenzen vorgestellten Forschungsergebnisse jeweils in einem eigenen Tagungsband. Die erste ISEA Konferenz fand 1996 in Sheffield statt. Weitere Stationen seither waren Australien (2000), Japan (2002), Kalifornien (2004), Deutschland (2006) und zuletzt Frankreich (2008). Alan Bramley, University of Bath, ist aktuell seit 2008 Präsident der ISEA. www.sportsengineering.co.uk

Fachhochschule Technikum Wien

Mit über 3.200 AbsolventInnen und mehr als 2.500 Studierenden sowie derzeit 11 Bachelor- und 16 Masterstudiengängen ist die FH Technikum Wien die größte rein technische Fachhochschule in Österreich. Das wissenschaftlich fundierte und gleichzeitig praxisnahe Studienangebot ist vielfältig und individuell kombinierbar. Die Studiengänge werden in Vollzeit- und/oder berufsbegleitender Form sowie als Fernstudium angeboten. Neben einer qualitativ hochwertigen technischen Ausbildung wird an der FH Technikum Wien auch großer Wert auf Sprachausbildung sowie wirtschaftliche und persönlichkeitsbildende Fächer gelegt. Sehr gute Kontakte zu Wirtschaft und Industrie eröffnen den Studierenden bzw. AbsolventInnen beste Karrierechancen. Die FH Technikum Wien wurde 1994 als erste Fachhochschule Wiens gegründet und ist ein Netzwerkpartner des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI).

Institut für Sports Engineering und Biomechanics

Das Institut für Sports Engineering und Biomechanics an der FH Technikum Wien beschäftigt sich im Bereich Forschung und Entwicklung sowie in der Lehre insbesondere mit Aspekten der modernen Sportgeräteproduktion. Als Querschnittsmaterie befasst sich die Sportgerätetechnik neben Medizin, Sportwissenschaft und Wirtschaft vor allem auch mit Technikdisziplinen wie Materialwirtschaft, Maschinenbau, Elektronik und Mechanik. Im Institut sind zahlreiche Projekte mit renommierten Sportartikelherstellern angesiedelt, deren Forschungsergebnisse unmittelbar in die Lehre einfließen. Das Institut für Sports Engineering und Biomechanics organisiert unter der Patronanz der ISEA die diesjährige 8. ISEA Konferenz, die von 12. bis 16. Juli 2010 im Wiener Austria Center stattfinden wird.

Studiengang Sports Equipment Technology

Der sechssemestrige Bachelor-Studiengang Sports Equipment Technology an der FH Technikum Wien ist europaweit einzigartig. Im Mittelpunkt des Studiums steht die Entwicklung und Produktion des optimalen Sportgeräts auf Hightech-Ebene und wissenschaftlichem Niveau. Die umfassende Ausbildung in den technischen, wissenschaftlichen und betriebsorientierten Fächern wird ergänzt um wirtschaftliches, sprachliches und persönlichkeitsbildendes Know-how. Im Bachelor-Studiengang, der in Vollzeitform angeboten wird, stehen alljährlich 45 neue Studienplätze zur Verfügung. Im dreisemestrigen Master-Studiengang Sports Equipment Technology, der ebenfalls in Vollzeitform angeboten wird, stehen jedes Jahr 30 neue Plätze zur Verfügung. www.technikum-wien.at

Rückfragen & Kontakt:

FH Technikum Wien
Mag. Andrea Russ
T: +43/1/333 40 77-456
E: andrea.russ@technikum-wien.at

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