Heinisch-Hosek: Der Marathon zur Gleichstellung ist noch lange nicht beendet

Frauenministerin Heinisch-Hosek gratuliert zum 10-jährigen Bestehen des "Frauennetzwerk Medien"

Wien (OTS/SK) - "Frauen stoßen schnell an eine Decke aus Beton, wenn sie die Karriereleiter erklimmen wollen. Das ist in der Medienbranche so wie leider in den meisten anderen Branchen auch. Der Marathon hin zur Gleichstellung von Frauen und Männern ist noch lange nicht beendet", betonte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek bei der Jubiläumsveranstaltung zum 10-jährigen Bestehen des "Frauennetzwerk Medien", einem unabhängigen Verein zur Interessensvertretung von Frauen in der Medienbranche, bei der unter anderem auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer, Verkehrsministerin Doris Bures und Medienstaatssekretär Josef Ostermayer teilnahmen. "Daher sind Frauennetzwerke wie eures so wichtig, um auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung weiterzukommen", so Heinisch-Hosek, die der Vorsitzenden des Netzwerkes Karin Strobl herzlich zum Jubiläum gratulierte. ****

Das Frauennetzwerk leiste wichtige Arbeit im Hinblick auf eine kritische Auseinandersetzung mit der Darstellung von Frauen in den Medien und im Kampf gegen starre Strukturen, die Frauen benachteiligten. Vieles sei von den Frauen des Netzwerkes in den letzten zehn Jahren angestoßen worden, das von Erfolg gekrönt wurde. "So hat sich euer beständiger Einsatz für eine Frauenquote im größten österreichischen Medienunternehmen ausgezahlt. Mit der Verankerung einer Frauenquote von 45 Prozent im neuen ORF-Gesetz werden in Zukunft mehr Frauen dort Karriere machen können", so Heinisch-Hosek. Sie ist überzeugt, dass dieses Beispiel auch auf andere Medienunternehmen ausstrahlen und mehr Frauen den Zugang zu Spitzenpositionen ermöglichen werde. Dennoch gebe es noch viel zu tun, um die Situation von Frauen in der Medienbranche zu verbessern. Besonders im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die in dieser Branche durch familienfeindliche Arbeitszeiten besonders schwierig sei, und bezüglich auch dortiger gravierender Einkommensunterschiede. Die vor wenigen Wochen erzielte Einigung zur Einkommenstransparenz sei bahnbrechend, um die Einkommensschere zu verkleinern. "Das verpflichtende Offenlegen der Durchschnittsgehälter von Männern und Frauen wird mit Sicherheit auch in der Medienbranche zu mehr Einkommensgerechtigkeit beitragen", so die Frauenministerin.

Die zuletzt erzielten Erfolge - die Einkommenstransparenz und die Einführung der Frauenquote im ORF seien wichtige Etappen auf dem gemeinsamen Weg zu mehr Gleichstellung von Männern und Frauen. "Aber es ist gut, dass ihr den Männern weiterhin im Genick sitzt, nur so können wir etwas erreichen", sagte Heinisch-Hosek in Anspielung auf die Eröffnungsrede der Netzwerkvorsitzenden Karin Strobl. "Und ihr könnt euch sicher sein, dass ihr in mir auch in Zukunft eine starke Verbündete haben werdet", versprach die Frauenministerin. (Schluss) sc

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003