AKNÖ erreicht 9,1 Millionen Steuergutschrift für Mitglieder

Wien (OTS/AKNÖ) - Die AKNÖ hat ihre Mitglieder vom 22. Februar bis 4. Juni 2010 beim Steuerausgleich unterstützt. Das neue Rekordergebnis: 9,1 Millionen Euro Gutschrift vom Finanzamt.

"Die 9,1 Millionen Euro Steuergutschrift sind ein Rekordergebnis. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung um 600.000 Euro", sagt Haneder und meint weiter: "Die Beschäftigten der unteren Einkommensklassen zahlen häufig zu viel Lohnsteuer. Dieses Geld liegt beim Finanzminister. Die einzige Möglichkeit, es wieder zu holen, ist der Steuerausgleich. Und dazu wollen wir - solange es keinen automatischen Steuerausgleich gibt - die Menschen animieren. Momentan sind wir vom automatischen Steuerausgleich Lichtjahre entfernt, daher wird die AKNÖ auch 2011 eine Steuerrückholaktion anbieten.

Spitzenreiter: Kosten für Hausbau, Pendlerpauschale, Kinderbetreuung, ?
12.146 AKNÖ-Mitglieder haben ihren Steuerausgleich mit Hilfe der AKNÖ gemacht, einige von ihnen rückwirkend für fünf Jahre. Deshalb verbergen sich hinter den 9,1 Millionen Euro Steuergutschrift auch 15.214 Steuererklärungen. Langsam spricht es sich in Niederösterreich herum, was man von der Steuer abschreiben kann. "Kosten für Hausbau und Wohnung, Pendlerpauschale und andere Werbungskosten sowie Kinderfreibeträge und Kinderbetreuungskosten wurden am häufigsten abgesetzt", erklärt Steuerexpertin Holub. 90 Prozent der AKNÖ-Mitglieder haben die Veranlagung bei ihrem Termin in der AKNÖ-Bezirksstelle via Internet durchgeführt. "Diese Form der Veranlagung ist zeitgemäß und kundenfreundlich", sagt AKNÖ-Direktor Helmut Guth.

Kinderbetreuung: Unter 1.205 Euro schaut man durch die Finger.
Von den 9,1 Millionen Euro Gesamtgutschrift entfallen 5,3 Millionen Euro auf Männer und 3,8 Millionen auf Frauen. Zum Teil, weil mehr Männer die Aktion genützt haben, aber zum Teil auch, weil "Frauen oft unter der Besteuerungsgrenze verdienen und daher nur die Negativsteuer zurückbekommen. In diesen Fällen können sie weder das Pendlerpauschale noch Kosten für Hort oder Kindergarten steuerlich absetzen. Hier muss das Gesetz geändert werden. Es ist nicht einzusehen, dass jemand, der wenig verdient, für eine Bahnkarte weniger von der Steuer zurück bekommt oder dass Beschäftigte, die unter 1.206 Euro brutto verdienen, Kinderbetreuungskosten und Kinderfreibetrag nicht geltend machen können", sagt Haneder.

Absetzbeträge statt Freibeträge
Im österreichischen Steuersystem gibt es eine Schieflage auf Kosten der kleinen und mittleren EinkommensbezieherInnen. Arbeit ist im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoch mit Abgaben belastet. "Wenn heute ein Unternehmer seinem Mitarbeiter eine Lohnerhöhung von brutto 100 Euro gibt, kommen 52 Euro netto beim Mitarbeiter an. Das ist nicht mehr akzeptabel. Die vermögensbezogenen Steuern belaufen sich dagegen auf nicht einmal ein Viertel des europäischen Durchschnitts. Diese Schieflage muss geändert werden", sagt Haneder. Er fordert eine Anpassung des Lohn- und Einkommenssteuertarifs zur Senkung der Abgabenbelastung bei niedrigen und mittleren Einkommen, dazu gehört auch eine Absenkung des Eingangssteuersatzes von derzeit 36,5 Prozent.

Informationen zum Steuerausgleich finden Interessierte auf noe.arbeiterkammer.at, Fragen beantworten die ExpertInnen unter
05 7171-1105.

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