ÖAMTC: Ferienzeit ist Unfallzeit - 30 Prozent aller Unfälle passieren im Sommer

Die meisten Ferienunfälle 2009 in Oberösterreich vor Steiermark und Niederösterreich

Wien (OTS) - "Ferienzeit ist Unfallzeit", warnt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger vor dem Schulschluss im Osten. Im Vorjahr kamen in den Monaten Juni, Juli und August insgesamt 191 Personen ums Leben, das sind dreißig Prozent aller Verkehrstoten. Damit bestätigen sich die Zahlen aus den Jahren davor. Wie 2009 waren auch 2007 und 2008 jeweils Juni, Juli und August die unfallstärksten Monate im Jahr (Quelle: Statistik Austria). "Je sommerlicher das Wetter, desto mehr Leute sind unterwegs, darunter viele Kinder, Radfahrer und Touristen. Das heißt, es sind mehr Menschen als sonst auf der Straße, oft in Regionen, wo sie sich nicht auskennen, und das zu ungewohnten Zeiten und mit ungewohnten Fahrzeugen", erklärt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin, warum aus der Ferienzeit die Hauptunfallzeit des Jahres wird. Verstärkt wird die gefährliche Mischung durch ausgelassene Urlaubsstimmung, oft gepaart mit zu viel Alkohol.

Besonders unfallträchtig ist der Sommer für Kinder. Insgesamt gab es im Vorjahr in den Sommerferien 603 Kinderunfälle, an denen 676 Kinder (Alter: bis 14 Jahre) beteiligt waren. In der ersten Ferienstaffel im Osten ereigneten sich in den Sommerferien (4. Juli bis 5. September 2009) 142 Kinderunfälle, die meisten in Niederösterreich (95), vor Wien (31) und dem Burgenland (16). In der zweiten Ferienstaffel (11. Juli bis 12. September 2009) passierten 461 Kinderunfälle, die meisten davon in Oberösterreich (125) vor der Steiermark (100), Tirol (90), Kärnten (54), Salzburg (47) und Vorarlberg (45).

Die Sommerferien-Unfallzahlen 2009 für die Bundesländer im Detail

* Oberösterreich (Ferien von 11. Juli bis 12. September 2009): Bei 1.695 Unfällen mit Fußgängern, Radfahrern, Moped/Motorrad, Pkw, Bus und Lkw verunglückten 2.254 Personen, darunter 24 tödlich.

* Steiermark (Ferien von 11. Juli bis 12. September 2009): Bei 1.424 Unfällen verunglückten 1.807 Personen, darunter 28 tödlich.

* Niederösterreich (Ferien von 4. Juli bis 5. September 2009): Bei 1.372 Unfällen verunglückten 1.843 Personen, davon 35 tödlich.

* Tirol (Ferien von 11. Juli bis 12. September 2009): Bei 975 Unfällen verunglückten 1.272 Personen, darunter 18 tödlich.

* Wien (Ferien von 4. Juli bis 5. September 2009): Bei 858 Unfällen verunglückten 1.129 Personen, drei davon tödlich.

* Kärnten (Ferien von 11. Juli bis 12. September 2009): Bei 772 Unfällen verunglückten 997 Personen, darunter neun tödlich.

* Salzburg (Ferien von 11. Juli bis 12. September 2009): Bei 658 Unfällen verunglückten 826 Personen, darunter 18 tödlich.

* Vorarlberg (Ferien von 11. Juli bis 12. September 2009): Bei 436 Unfällen verunglückten 519 Personen, darunter sieben tödlich.

* Burgenland (Ferien von 4. Juli bis 5. September 2009): Bei 195 Unfällen verunglückten 252 Personen, darunter drei tödlich.

Clubexpertin rät zu fairem Miteinander: "Auf der Straße gibt's keine Ferien"

Um den Sommer unfallfrei genießen zu können, rät die ÖAMTC-Verkehrsexpertin, auch bei bester Urlaubsstimmung auf ein faires Miteinander im Straßenverkehr zu achten. "Egal, ob man als Fußgänger, Radfahrer, Biker, mit Pkw oder Lkw unterwegs ist, auf der Straße gibt's keine Ferien. Da muss man immer konzentriert unterwegs sein", appelliert Seidenberger an die Eigenverantwortung jedes Einzelnen. "Man sollte den Sommer genießen, nicht das Leben riskieren."

Wer Kinder im Auto mitnimmt, muss darauf achten, dass sie entsprechend gesichert sind. Speziell im Sommer nehmen viele Menschen auch Freunde ihrer Kinder zu Freizeitaktivitäten mit - oft ohne die notwendigen Sicherheitsvorrichtungen im Auto zu haben. "Das darf nicht sein. Auch auf dem kurzen Weg zum Bad oder zum Eisgeschäft muss jedes Kind im Auto ordnungsgemäß gesichert sein", sagt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin abschließend.

Aviso an die Redaktionen:
Weitere Details zu den Sommerunfallzahlen sind auf Anfrage bei der ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit unter der Nummer (01) 711 99 1218 erhältlich.

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Dagmar Halwachs, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, pressestelle@oeamtc.at, http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001