Mitterlehner: "Neue Exportchancen mit Côte d'Ivoire"

Arbeitsgespräch mit ivorischem Industrieminister: Mitterlehner sieht Exportchancen im Energie- und Umweltsektor, beim Infrastrukturausbau sowie im Lebensmittel- und Textilbereich

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hatte am Donnerstag Moussa Dosso, den ivorischen Minister für Industrie und Förderung des Privatsektors, zu einem Arbeitsgespräch zu Besuch. "Österreich verfügt bei Energie- und Umwelttechnologie über international anerkanntes Know-how, das sich mit dem Bedarf von Côte d'Ivoire deckt. Das stellt einen guten Startpunkt für intensivere Wirtschaftsbeziehungen dar", sagte Mitterlehner nach dem Treffen. Daher werden im Rahmen der Internationalisierungs-Offensive des Wirtschaftsministeriums und der Wirtschaftskammer Österreich zusätzliche Marktsondierungsreisen von Firmenvertretern forciert. Zudem unterstützt Österreich im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit das neue ECOWAS-Zentrum für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Cap Verde, um in den westafrikanischen Ländern bessere Rahmenbedingungen für den Einsatz dieser Technologien zu schaffen.

Weitere Exportchancen sieht Mitterlehner beim Infrastrukturausbau - beispielsweise in der Hafentechnik, der Wasserversorgung und der Zulieferung für Erdöl- und Erdgasunternehmen - sowie in der Maschinen-Lieferung für die Verarbeitung von Lebensmittel- und Textilprodukten. Schon jetzt ist Côte d'Ivoire mit einem Handelsvolumen von rund 30 Millionen Euro Österreichs zweitwichtigster Handelspartner in Westafrika nach Nigeria. Allerdings beschränken sich die Wirtschaftsbeziehungen auf wenige Sektoren wie Kakao, wo das Land der größte Lieferant Österreichs ist.

Als eine wichtige Grundlage für stärkere Beziehungen sieht Mitterlehner das auf Ebene der Europäischen Union abgeschlossene "Bilaterale Interimsabkommen zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen Westafrika". Dadurch verfügt die Republik Côte d'Ivoire seit Ende 2008 über einen zollfreien Zugang zum EU-Markt - in den fast die Hälfte der eigenen Exporte gehen- und öffnet im Gegenzug schrittweise die eigene Wirtschaft. Ein ähnliches Abkommen hat in Westafrika bisher nur Ghana abgeschlossen.

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