BIO AUSTRIA fordert die Absicherung der bestehenden Ansprüche und die Sicherung der Ernte 2010

Wien (OTS) - BIO AUSTRIA plädiert für eine besonnene Vorgehensweise angesichts der derzeitigen Turbulenzen in der Bio-Getreidevermarktung. Oberste Zielsetzung für BIO AUSTRIA ist die Absicherung der bestehenden vertraglichen Ansprüche für die betroffenen Mitglieder, sowie eine verlässliche Lösung für die Abwicklung der Ernte 2010.

Die Agentur für Bio Getreide hat angekündigt, die Vermittlung zu den vorgesehenen Mindestpreisen für die Ernte 2009 nicht realisieren zu können. Das ist besorgniserregend und trifft die Bio-Ackerbauern unmittelbar vor der neuen Ernte zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Weiters hat die Agentur für Bio Getreide zugesagt, ihre Lieferanten in den nächsten Tagen weitergehend zu informieren und Lösungsvorschläge zu präsentieren. BIO AUSTRIA erwartet, dass alles getan wird, um die Ansprüche der Bauern bestmöglich zu befriedigen und eine verlässliche Vermarktung österreichweit für 2010 und darüber hinaus sicher zu stellen.

Der sprunghafte, ungewöhnlich hohe Zuwachs bei Bio-Ackerflächen wurde maßgeblich durch das Zusammentreffen verschiedener Faktoren, wie der schwierigen Situation im konventionellen Getreidemarkt und dem Einstiegsstopp in das ÖPUL im Herbst 2009, ausgelöst.
Trotz des hohen Zuwachses an Bio-Ackerfläche (rund 20.000 Hektar) ist der Getreideflächenanteil an der Bio-Ackerfläche von 45% im Jahr 2009 auf 38% im Jahr 2010 zurückgegangen, was in absoluten Zahlen lediglich einem Zuwachs von 5.000 Hektar Bio-Getreidefläche entspricht. Der Anteil anderer Kulturen hat sich deutlich erhöht, z.B. Eiweißflächenanteil von 6,3% im Jahr 2009 auf 8,4% im Jahr 2010.

Andererseits ist der internationale Kontext zu beachten, da Österreich bei Bio-Speisegetreide traditionell ein Exportland ist. Das heißt, die internationale Angebots- und Preissituation wird heuer den Verlauf der Bio-Getreidevermarktung wesentlich mitentscheiden.

Die neuesten RollAMA Zahlen bescheinigen Bio-Lebensmitteln eine mengenmäßige Absatzsteigerung von 40% im Vergleich erstes Trimester 2009 zu erstem Trimester 2010 im österreichischen Lebensmittelhandel und bestätigen - entgegen anders lautenden Behauptungen - die positive Bio-Marktentwicklung.

Es ist allerdings dringend an der Zeit, dass die Erzeugerpreise für Biobauern anziehen und die, trotz aller negativen Begleitumstände insgesamt positive Entwicklung am Bio-Markt, an die Bauern weiter gegeben wird.

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