Reinvent yourself: Sich-Neuerfinden als Erfolgsrezept der Kreativschaffenden

creativ wirtschaft austria - Leimüller: "Open Design Konzept von Ronen Kadushin zeigt die wirtschaftliche Schubkraft der Kreativschaffenden"

Wien (OTS/PWK549) - "Wie bleibe ich auf Dauer kreativ? Reinvent yourself" ist eine zentrale Herausforderung für Kreativschaffende, mit der sich am Mittwoch eine Veranstaltung der Reihe "Exchange" -veranstaltet von der creativ wirtschaft austria der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) - befasste.

"Der berufliche Werdegang war vor einigen Jahren für viele Beschäftigte bereits in den Anfangsjahren ihrer Karriere vorgegeben. Nur selten kam es zu Abzweigungen oder Richtungswechseln. Heute sind zweite und dritte Karrieren Normalität. Dafür sorgen die schwierige wirtschaftliche Lage sowie die geänderte und schnelllebigere Wirtschaftswelt. Permanente Veränderung und der Prozess des Sich-Neuerfindens sind Grundvoraussetzung für KreativunternehmerInnen, um auf veränderte Marktgegebenheiten zu reagieren und nachhaltigen Erfolg zu haben", betonte Gertraud Leimüller, Vorsitzende der creativ wirtschaft austria. "Uns geht es darum aufzuzeigen, wie sich die Kreativen neu erfinden. Nur Veränderung ermöglicht ein Vorankommen."

Als Key Note Speaker war der international renommierte Designer Ronen Kadushin geladen. Kadushin designt Möbel, Licht und Accessoires und ist Gastprofessor an der Hochschule für Kunst und Design in Halle. Er entwickelte das Open Design Konzept: Die Designs seiner Produkte können kopiert, modifiziert, produziert werden und sind urheberrechtlich nicht geschützt. Diese Idee basiert auf der Open Source Idee, die die Software Industrie revolutionierte. Open Source macht es möglich, dass Innovationen frei zugänglich sind und permanent weiterentwickelt werden können. "Love ist he first ingredient of reinventing myself. I love to design", so Kadushin.

Als österreichische Erfolgsbeispiele präsentierte die cwa die Kreativschaffenden Cloed Baumgartner und Max Kossatz. Baumgartner arbeitet als Modedesignerin im Bereich Kunst, Mode und Kleidung meist im künstlerischen konzeptuellen Umfeld. Vielfach macht sie ausgemusterte Ware durch das Prinzip des Upcycling in anderem Kontext wieder verwendbar. "Kreative Prozesse sind zyklisch. Scheitern muss dabei nicht nur einkalkuliert, sondern gesellschaftlich als wichtiger Bestandteil anerkannt werden", unterstrich Baumgartner.

Max Kossatz war Mitte der 1990er Jahre in New York federführend am Aufbau eines Internetproviders für Kulturschaffende beteiligt. Aktuell betreibt Kossatz in Wien eine Markt- und Meinungsbeobachtungsagentur und schreibt unter http://wissenbelastet.com einem privaten Weblog. "Alles kann interessant sein, auch wenn es noch so weit entfernt ist von dem, was einem momentan beschäftigt. Irgendwie hängt ja doch alles wieder zusammen", erklärt Kossatz die Entstehung seiner kreativen Prozesse.

"Die Kreativschaffenden sind jene, die der Wirtschaft neue Schubkraft verleihen. Auch die Europäische Kommission hat dies erkannt und will die Kultur- und Kreativindustrie mehr fördern. Das spiegelt auch das Grünbuch wieder, welches der Situation Rechnung trägt, dass die Kreativwirtschaft nicht wie die traditionelle Wirtschaft messbar ist, dass die Businesszyklen anders sind. Im Fokus stehen Wachstum und Nachhaltigkeit", sagte Leimüller abschließend. Die Veranstaltung "Exchange - Reinvent yourself" wurde von der creativ wirtschaft austria im Rahmen von evolve des BMWFJ in Kooperation mit der Erste Bank veranstaltet. (AC)

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