BZÖ-Haubner fordert zukunftsweisendes Gesamtkonzept im Pflegebereich

SPÖ und ÖVP müssen endlich einmal tätig werden - BZÖ hat ein fix fertiges Pflegekonzept

Wien (OTS) - "Wir brauchen in Österreich endlich ein zukunftsweisendes Gesamtkonzept im Pflegebereich. SPÖ und ÖVP müssen endlich einmal in diesem Bereich tätig werden", forderte heute BZÖ-Sozialsprecherin Abg. Ursula Haubner und präsentierte das BZÖ-Pflegekonzept, das folgende Punkte beinhaltet:

Pflege in der Gesundheitsreform mitreformieren: Wir fordern von der österreichischen Bundesregierung im Rahmen der Gesundheitsreform ein bundeseinheitliches Gesamtpflegekonzept. Pflege und medizinische Versorgung müssen zusammengeführt werden.

Finanzierung der Pflege aus einer Hand: Hier treten wir für eine klare Positionierung der Pflege im bestehenden Sozialversicherungssystem ein, dass eine tatsächliche jährliche Erhöhung des Pflegegelds nach dem Kaufkraftindex garantiert wird und dass das derzeitige Flickwerk an Finanzierungsströmen aus vielen Töpfen beendet wird. Einer Pflegefonds-Lösung stehen wir positiv gegenüber.

In universitär-fachlicher Hinsicht fordern wir die Einrichtung eines eigenen Lehrstuhles für Geriatrie an zumindest einer österreichischen Medizinischen Universität.

Um die Lücke zwischen Pflegehelfern und gehobenem medizinischen Krankenpflegepersonal zu schließen fordern wir die Schaffung eines Lehrberufes für Pflege und Betreuung. Damit sollen mittelfristig gut ausgebildete heimische Fachkräfte für die Pflege und Betreuung zur Verfügung stehen.

Zur Versorgung unserer pflegebedürftigen Mitmenschen, die aber trotzdem noch zu Hause wohnen können oder deren Angehörige berufstätig sind, treten wir für die vermehrte Einrichtung von Betreuungs- und Pflege-Tageszentren ein.

Zur Unterstützung der Pflegebedürftigen zu Hause fordern wir eine Erhöhung des Pflegegeldes um 10 Prozent sowie eine jährliche Valorisierung, die durch ein Gesamtkonzept ermöglicht wird.

Zur Entlastung der pflegenden Angehörigen soll das Pflegegeld durch einen zweckgebundenen Pflegescheck zusätzlich erweitert werden.

Freiwillige Interessensvertretung statt Pflegekammer Zwangsmitgliedschaften und Zwangsbeiträge sollten im dritten Jahrtausend eindeutig der Vergangenheit angehören. Daher wollen wir dass die als "B. Sonstige Selbstverwaltung" in Artikel 120a bis 120c B-VG im Jahr 2008 verankerte zunftordnungsähnliche Kammerstruktur der Sozialpartner aufgehoben, und im Gegensatz dazu z.B. dem Pflegepersonal die Möglichkeit gegeben wird ihre Interessen selbst zu vertreten oder sich zu einer freiwilligen Interessensvertretungen zusammenzuschließen.

Gruppenpraxen: Analog zur Forderung des BZÖ nach einem Fachlehrberuf Pflege und Betreuung und der geforderten freiwilligen Interessensvertretung für Pflegepersonal soll auch das Pflegepersonal die Möglichkeit haben, sich analog zu den Ärzten in Gruppenpraxen zusammenzuschließen.

"Die Pflege der Zukunft muss leistbar, menschlich aber vor allem sicher sein", meinte Haubner.

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