Berlakovich: Punkt für Punkt zum klimafreundlichen Verkehr in Klagenfurt

klima:aktiv mobil Tour macht in Klagenfurt Station - Lebensministerium fördert 2010 alternative Mobilität bundesweit mit 15 Millionen Euro

Klagenfurt (OTS) - Umweltminister Niki Berlakovich präsentierte heute in Klagenfurt mit der klima:aktiv mobil Tour 2010 seine Klimaschutzoffensive für alternativen Verkehr. "Das Lebensministerium investiert heuer insgesamt 15 Millionen Euro in klimafreundliche Mobilitätsprojekte von Städten und Gemeinden, Betrieben und Tourismuseinrichtungen, auch Kärnten profitiert davon. Bereits 39 Kärntner Städte, Gemeinden und Betriebe sind Partner des Klimaschutzprogramms klima:aktiv mobil. Gemeinsam erzielen wir mit Projekten eine CO2-Reduktion von 13.000 Tonnen. Mit 600.000,- Euro Förderung für alternative Mobilität konnten in Kärnten bisher Investitionen von 2,3 Millionen Euro ausgelöst und 25 green jobs geschaffen und gesichert werden. Klimaschutz funktioniert auch im Verkehr - diese Tour zeigt, wie jede und jeder Einzelne aktiv mitmachen und eigene Vorteile nutzen kann", betonte Umweltminister Niki Berlakovich bei der klima:aktiv mobil Tourstation in Klagenfurt. An der Auftaktveranstaltung nahmen auch Landesrat Josef Martinz, Verkehrsstadtrat Peter Steinkellner, Sylvia Wostal, Vizepräsidentin der WK Kärnten, Christian Eder, Geschäftsführer ÖBB Postbus GmbH und Walfried Wutscher, Präsident des Bauernbundes Kärnten, teil.

Die klima:aktiv mobil Tour informiert am 25. und 26. Juni in Klagenfurt über Vorteile alternativer Fahrzeuge, klimafreundliche Mobilität und lädt zu Testfahrten. Unter dem Motto "Punkt für Punkt zum Klimaziel" können die KärntnerInnen am Pfarrplatz zwei Tage lang alternative Antriebsformen kennenlernen. Elektro-, Erdgas- oder Hybridautos, E-Scooter, Elektrofahrräder oder Lastenräder stehen für Testfahrten bereit. Darüber hinaus werden Good Practice Beispiele von ProjektpartnerInnenn des klima:aktiv mobil-Förderungsprogramms präsentiert. Auch Jugendliche sind eingeladen, Beiträge zur "wachsenden" Ausstellung "Cool Moves" zu gestalten und damit unter www.klimaaktiv.at/tour Preise zu gewinnen. Das bunte Programm bietet außerdem Führungen für Schulen und Freizeiteinrichtungen, ExpertInnen und BeraterInnen stehen den BesucherInnen mit Informationen und Tipps rund um das Thema alternative Mobilität zur Verfügung.

klima:aktiv mobil forciert alternative Verkehrslösungen

Die Mobilitätstour des Umweltministers unter dem Motto "Punkt für Punkt zum Klimaziel" ist Teil seines Klimaschutzprogrammes klima:aktiv mobil. Mit dem Förderprogramm werden bundesweit bereits über 880 Gemeinden und Betriebe beim Umstieg auf alternative Mobilität unterstützt und damit eine Reduktion von 360.000 Tonnen CO2 pro Jahr erreicht. Mit rund 30 Mio. Euro an Fördermitteln für Gemeinden und Betrieben im Verkehrsbereich wurden etwa 180 Mio. Euro an Investitionen ausgelöst und 2.000 green jobs geschaffen. "Investitionen in den Klimaschutz sind gut für die Umwelt, die Gesundheit und schaffen Perspektiven für die Wirtschaft und green jobs", betonte Berlakovich. "Unser Ziel bis Ende 2010 ist es, bis Ende mit 1.000 Klimaschutz-PartnerInnen, 400.000 Tonnen CO2 jährlich einzusparen und damit 2.500 green jobs zu schaffen", zeigt sich Umweltminister Niki Berlakovich ambitioniert. Seine Botschaft an die Tour-InteressentInnen lautet: "Nicht verzichten, sondern Alternativen und neue Technologien nutzen!"

"Das Bewusstsein für eine saubere Umwelt hat längst eine neue Qualität erreicht. Egal, ob in der Mobilität, beim Heizen oder bei den Nahrungsmitteln. Die Menschen bzw. Konsumenten wissen, dass sie Alternativen haben, deren Nutzung bzw. Kauf die Umwelt nachhaltig schont, neue Arbeitsplätze und Einkommen schafft und ihr eigenes Wohlbefinden steigert", sagt Landesrat Josef Martinz. ÖBB Postbus Geschäftsführer Christian Eder weist auch auf die Nutzung von Öffentlichen Verkehrsmitteln hin: "Wer öffentlich fährt, der hilft unserer Umwelt, denn nur 2 Prozent der CO2-Emissionen des Verkehrs stammen von Bahn und Bus, 95 Prozent hingegen von PKW und LKW. Oder auf jeden einzelnen gerechnet: Eine Fahrt mit dem PKW verursacht fünfmal so viele CO2-Emissionen wie eine Fahrt mit dem Bus! Umsteigen lohnt sich!"

Bis zu 5.000,- Euro Förderpauschale

klima:aktiv mobil unterstützt umweltfreundliche Fahrzeuge, Elektromobilität, Radverkehr oder intelligentes Mobilitätsmanagement mit attraktiven Förderpauschalen: 200,- Euro für ein Superethanolauto, 400,- Euro für E-Bikes, 1.000,- Euro für ein Biogasfahrzeug und bis zu 5.000,- Euro für ein E-Auto mit Ökostrom. Damit soll der Anteil der erneuerbaren Energie im Verkehrssektor deutlich gesteigert werden.

"Kärnten hat in Sachen Alternativ- und Ökoenergie sicherlich Vorbildcharakter. Über 40 Prozent der genutzten Energie stammt aus erneuerbaren Energieträgern, der Österreich-Schnitt liegt weit darunter. Das ist uns als Wirtschaftskammer aber bei weitem nicht genug, unser Ziel ist es, Kärnten bis 2015 in Punkto E-Mobilität zur Modellregion zu machen", sagt Vizepräsidentin Wostal. Verkehrsstadtrat Steinkellner ergänzt: "Wir gehen in der Landeshauptstadt Klagenfurt am Wörthersee einen gesunden Weg: Wir reduzieren den Schadstoffausstoß des Verkehrs, bieten ein gut ausgebautes Radwegenetz an und sind dabei, uns auf das große urbane Zukunftsthema Elektromobilität vorzubereiten. In Kürze werde ich unsere Pläne für ein neues, für die Fahrgäste wesentlich attraktiveres städtisches Bussystem präsentieren, das eine echte Alternative zum motorisierten Individualverkehr darstellt. Wir sind also in jeder Hinsicht klima:aktiv", so Steinkellner.

Erste SpritsparlehrerInnen für Traktoren ausgezeichnet

Spritsparen bringt bis zu 15 Prozent weniger Dieselverbrauch, weniger Emissionen und weniger Treibstoffkosten. Daher hat klima:aktiv mobil eine Spritsparinitiative für Traktoren gestartet. "Eine perfekte Synergie zwischen Umwelt und Landwirtschaft", freut sich Umwelt- und Landwirtschaftsminister Berlakovich anlässlich der Auszeichnung der ersten 63 SpritsparlehrerIn-nen für Traktoren bei der klima:aktiv mobil Tour in Klagenfurt. Die Ausgezeichneten sind LehrerInnen aus landwirtschaftlichen Fachschulen. Traktoren, land-und forstwirtschaftliche Geräte verbrauchen in Österreich etwa 350 Millionen Liter Diesel pro Jahr, das entspricht rund 800.000 Tonnen CO2, hier möchte Umweltminister Berlakovich mit seiner Spritspar-Initiative eine Trendwende erreichen. "Der Klimaschutz wird nur dann erfolgreich betrieben werden können, wenn die Menschen nicht nur Ausschau halten, was die Politik oder die einzelnen Institutionen dafür tun, sondern für sich persönlich alle Tage den Klimaschutz ernst nehmen, sich selber daran halten und sich ihres Schöpfungsauftrages bewusst werden", so Walfried Wutscher, Präsident des Bauernbundes Kärnten.

klima:aktiv mobil Tour durch Österreich

Das Lebensministerium tourt von Mai bis Oktober 2010 durch Österreich und macht Halt in den Landeshauptstädten. Öffnungszeiten jeweils 10 bis 18 Uhr.
Tourstation Klagenfurt: 25. und 26. Juni am Pfarrplatz.
Weitere Informationen und Termine in allen Landeshauptstädten unter www.klimaaktiv.at/tour

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=71&dir=201006&e=20100625_m&a=event

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Doris Ostermann
Pressesprecherin Lebensministerium
Tel.: 01-71100-6918
doris.ostermann@lebensministerium.at
www.klimaaktiv.at/tour

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