Wurm zu ASFINAG-Aufsichtsratschefin: Erfreulich, dass Frau in Topposition gewählt wurde

ÖVP hatte mit Höchstrichter Korinek als Aufsichtsrat nie Problem

Wien (OTS/SK) - Als "symptomatisch und sehr durchsichtig" bezeichnete SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm die aufgeregte Reaktion der ÖVP auf die Wahl der Verfassungsrichterin Claudia Kahr zur Aufsichtsratschefin der ASFINAG. "Wenn eine hochqualifizierte Frau eine Topposition erreicht, da wird versucht, Unvereinbarkeiten und Interessenkonflikte zu konstruieren, nur weil sie kein Mann und kein ÖVP-Mitglied ist. Der frühere Präsident des Verfassungsgerichtshofs und ÖVP-Mann, Karl Korinek, war viele Jahre im Aufsichtsrat der Erste Bank. Ich kann mich nicht erinnern, dass sich da wer aufgeregt hat", so Wurm. ****

"Claudia Kahr ist hochqualifiziert, eine Top-Juristin und ausgewiesene Expertin in Verkehrsfragen. Es ist erfreulich, dass eine Frau für diese Topposition gewonnen werden konnte, wo mindestens 90 Prozent der Entscheidungsträger in der Wirtschaft Männer sind, und dass, obwohl wir viele gut ausgebildete und geeignete Frauen haben", betonte die SPÖ-Frauensprecherin.

Wurm wies zudem darauf hin, dass es üblich sei, dass Höchstrichter Rechtsanwaltskanzleien betreiben, an Universitäten tätig sind oder in Aufsichtsräten sitzen, weil sie kein Berufsverbot haben. "Das hat die ÖVP bis dato null aufgeregt - bei Claudia Kahr machen sie plötzlich Unvereinbarkeiten ausfindig. Komisch, oder?", so Wurm. (Schluss) bj/mp

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