Mag.a Doris Musikar aus Steyr erhielt den AK-Kunstpreis 2010

Linz (OTS) - Für ihre Filmdokumentation "poco a poco" erhielt
Mag.a Doris Musikar aus Steyr heute den Kunstpreis 2010 der oberösterreichischen Arbeiterkammer. Der Preis wird jährlich an Studierende der Linzer Kunstuniversität verliehen, die sich im Rahmen ihrer Diplomarbeiten künstlerisch mit der Arbeitswelt oder mit aktuellen gesellschaftspolitischen Entwicklungen auseinandersetzen.

Die Vizepräsidentin der oberösterreichischen Arbeiterkammer Christine Lengauer überreichte heute der Preisträgerin den Kunstpreis im Rahmen einer Sponsionsfeier in der Linzer Kunstuniversität. Der Preis wird heuer bereits zum zehnten Mal verliehen.

Die preisgekrönte Diplomarbeit von Mag.a Musikar ist ein 64-minütiger Dokumentarfilm mit dem Titel "poco a poco". Er portraitiert in beeindruckender, klarer Bildsprache das Leben von Menschenrechtsbeobachtern/-innen in Mexico und erzählt von den Ungerechtigkeiten gegenüber der indigenen Bevölkerung im Süden des Landes und der im Jahr 1994 gegründeten sozialrevolutionären Bewegung der "Zapatistas".

In eindringlichen Passagen und Interviews beschreibt die Dokumentation die Emotionalität der Protagonisten/-innen, die oft von Selbstzweifeln geplagt sind. Zusätzlich bietet er ungeschönte Informationen über die Zusammenhänge, Ursachen und Auswirkungen eines jahrhundertelangen Konfliktes und den Umgang damit in einer demokratischen Bewegung. "poco a poco" berichtet von Solidarität und der Erkenntnis, dass gelebte internationale Vernetzung positive Veränderungen in lokalen Konflikten erreichen kann.

Doris Musikar schreibt in der Einleitung zu ihrem Filmexposé: "Der Anspruch auf "Echtheit" ist bei einem Dokumentarfilm, der als solcher gekennzeichnet ist, sehr hoch. Mich faszinieren Filme, die Themen aufzeigen, mit denen sich der Zuschauer oder die Zuschauerin sonst vielleicht nicht auseinander gesetzt hätte."

Mit diesem Ansatz trifft die Preisträgerin auch die Intention der AK OÖ, komplexe, aktuelle Themen aus Politik, Gesellschaft und Arbeitswelt einem breiten Publikum erkenn- und verstehbar zu präsentieren. In einer kommerziellen Medienlandschaft, die Themen oft einseitig und unreflektiert darstellt und von einer weltweit agierenden PR-Maschinerie instrumentalisiert wird, ist das umso wichtiger. Der Film "poco a poco" schafft es, diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Er erfindet keine Geschichten, sondern wirft, durch das Befassen mit einem Teil der Wirklichkeit, Fragen auf und fordert die Betrachter/-innen zur Reflexion heraus.

"Der Mut, sich dieser Aufgabe zu stellen, und die ausgezeichnete filmische und dokumentarische Umsetzung waren letztendlich ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury, dieser Arbeit den AK-Kunstpreis 2010 zuzuerkennen", sagte die AK-Vizepräsidentin bei der Preisverleihung.

Ein druckfähiges Foto von der Preisverleihung finden Sie unter
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