Zinggl zur Vertragsauflösung mit den Philharmonikern: "Langjährige Forderung der Grünen erfüllt"

Grüne: Das Orchester macht aber nach wie vor keine Anstalten, den Frauenanteil zu erhöhen

Wien (OTS) - "Die gute Nachricht zuerst: Es ist erfreulich, dass Kulturministerin Schmied einer langjährigen Forderung der Grünen entspricht und den demokratiepolitisch völlig unhaltbaren Republiksvertrag mit den Wiener Philharmonikern auflöst", erklärt der Kultursprecher der Grünen Wolfgang Zinggl. "Die schlechte Nachricht aber lautet: Innerhalb von 13 Jahren hat das 124-köpfige Orchester seinen Frauenanteil von 1 auf 3 erhöht. Und es sieht nicht so aus, als wollten Claudia Schmied und Philharmoniker-Vorstand Clemens Hellsberg an den Zuständen in diesem Männerbund ernsthaft etwas ändern. Wenn Hellsberg nun zynisch ein Bekenntnis zur Gleichberechtigung ablegt, müssen sich die vielen großartigen Musikerinnen im Lande einfach nur gefrotzelt vorkommen, zumal die Förderung über den Umweg Staatsopernorchester ohnehin wieder in die Taschen der Philharmoniker fließt", ärgert sich Zinggl. "Die frei werdenden Subventionen hätten aber dringend in die Förderung aktueller österreichischer Musikproduktion gesteckt werden müssen. Somit hat die Ministerin wieder eine große Chance vertan, kulturpolitisch Akzente zu setzen", bedauert Zinggl.

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