BZÖ-Markowitz: SPÖ/ÖVP verbieten Brauchtumsfeuer und Lagerfeuerromantik

Wien (OTS) - Still und heimlich wurde im Umweltausschuss das
Verbot des Verbrennens biogener Materialien - also Holz - außerhalb von Anlagen, kurz Verbrennungsgesetz, geändert. "Das klingt harmlos, hat es aber in sich, denn damit hat die Koalition jegliche Lagerfeuerromantik verboten", kritisiert BZÖ-Tourismussprecher Stefan Markowitz. Zwar wurde bis dato nicht erhoben, wie viele Schadstoffe durch Lagerfeuer und Brauchtumsveranstaltungen anfallen, "aber sicherheitshalber ist einmal ein Verbot beschlossen worden", so Markowitz.

Für Brauchtumsfeuer zu Ostern und zur Sommersonnenwende bedeutet dieses Gesetz de facto das endgültige Aus. Die Begründung des Umweltministers, die Rauchschwaden hielten sich in den Tälern längere Zeit und deshalb müsse die Bevölkerung geschützt werden, kann Markowitz einfach nicht nachvollziehen. "Künftig wird wohl für jedes einzelne Brauchtumsfeuer um eine Sondergenehmigung beim Landeshauptmann angesucht werden müssen", warnt Markowitz. Was dies für den Tourismus bedeute, sei noch nicht einmal abzuschätzen.

"Mit dem neuen Verbrennungsgesetz hat der Umweltminister aber auch seine Hand auf jedem Stück Grillfleisch", so der BZÖ-Tourismussprecher. Denn dafür darf künftig nur Holzkohle verwendet werden. Die beliebte Lagerfeuerromantik bei Jugendfesten ebenso wie bei Motorradtreffen wäre damit gestrichen. Fraglich sei nur, wie die Einhaltung des Verbots überwacht werden soll. Markowitz:
"Wird der Umweltminister Kostproben von den Steaks ziehen lassen, oder setzt er die selbsternannten Rauchsheriffs ein - nach dem Motto:
Rauch ist Rauch?"

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