Wiener Know-how für Libyen

Wiener Stadtentwicklung und Umwelttechnologien sind Vorbild für den Wüstenstaat

Wien (OTS) - Zwischen 21. und 24. Juni besuchte eine hochrangige Delegation libyscher BeamtInnen auf Einladung der Magistratsdirektion-Auslandsbeziehungen die Wiener Stadtverwaltung. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Wiens Erfahrungen in der Stadtplanung sowie bei der Müll- und Abwasserbehandlung.

Exzellente Beziehungen Wiens zu Libyen

Der Vorsitzende des Wiener Umweltausschusses, Gemeinderat Erich Valentin, betonte in seiner Begrüßungsansprache die exzellenten Beziehungen Wiens zur Hauptstadt Tripolis und anderen libyschen Verwaltungszentren. Neben den Kontakten auf politischer und administrativer Ebene sind es besonders die hervorragenden Wirtschaftbeziehungen, die durch den Besuch noch weiter gestärkt werden konnten.

Boomende Wirtschaft

Das an fossilen Brennstoffen reiche Libyen unternimmt derzeit große Anstrengungen, seine Infrastruktur auf den letzten Stadt der Technik zu bringen. Dank der Unterstützung der Bundeswirtschaftskammer, konnten sich einige österreichische Firmen vor den libyschen Gästen als kompetente Partner bei Bauvorhaben im Bereich Straßenbau und Wasserversorgung präsentieren. Diese Firmen sind schon in Libyen tätig, erwarten aber dank der boomenden Wirtschaftslage des Wüstenstaates lukrative Folgeaufträge. Ein gutes Beispiel für die schon laufende Kooperation ist die neue Flughafenautobahn in Tripolis, die unter Federführung einer österreichischen Firma derzeit errichtet wird.

Wiener Umwelttechnologien begeistern

Besonders begeistert zeigten sich die 22 VerwaltungsexpertInnen aus Libyen vom hohen Standard Wiens in Umweltfragen. Bei einem Besuch in Europas modernster Müllverbrennungsanlage in der Pfaffenau, konnte einmal mehr auf die klimafreundliche Behandlung des Wiener Restmülls hingewiesen werden. Da in den Städten Libyens auf Grund des steigenden Konsums auch immer mehr Müll anfällt, möchten viele Gemeinden dieses nordafrikanischen Landes umweltverträgliche Verbrennungsanlagen, die gleichzeitig zur Stromerzeugung genutzt werden können, nach Wiener Vorbild errichten. Auch durch den Besuch der größten Abwasserbehandlungsanlage Europas, den Entsorgungsbetrieben Simmering, werden sich zukünftig Chancen zur Zusammenarbeit im Bereich Wasser und Siedlungshygiene ergeben. Übrigens: Weil auch der Individualverkehr in Libyens Städten zunimmt und ein Management des Autoverkehr dringend notwendig ist, wird man sich auch bei der Parkraumbewirtschaftung am Wiener Modell ein Beispiel nehmen.

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