SPÖ Frauen: Internationale Zusammenarbeit zum Schließen der Lohnschere

Arbeitstreffen mit der Vorsitzenden der deutschen sozialdemokratischen Frauen Elke Ferner in Wien

Wien (OTS/SK) - Das Thema "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" stand im Mittelpunkt eines Arbeitstreffens der SPÖ Frauen mit Elke Ferner, Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen der SPD. Frauenministerin und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek, SPÖ-Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz und SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm berieten gemeinsam mit Elke Ferner über notwendige Maßnahmen für Lohngleichheit. Sowohl die Erfahrungen aus Deutschland als auch aus Österreich machen deutlich, dass mehr Transparenz bei den Löhnen ein Gebot der Stunde ist. Um die klaffende Einkommensschere zu schließen, ist internationale Zusammenarbeit besonders wichtig. ****

Die Bundesvorsitzende der deutschen sozialdemokratischen Frauen Elke Ferner berichtete über den in Deutschland entwickelten "Check zur Entgeltgleichheit im Betrieb", gefördert durch die Hans-Böckler-Stiftung. Dabei können die Löhne nach mehreren Kriterien wie "Anforderungsbezogenes Grundentgelt, Stufensteigerungen, Leistungsvergütungen, Überstundenvergütungen, Erschwerniszuschläge" verglichen und Ursachen einer Benachteiligung aufgedeckt werden.

Frauenministerin und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek berichtete über die Einigung mit den SozialpartnerInnen zur Einkommenstransparenz in den österreichischen Betrieben und Unternehmen. Ab 2011 werden in einem Stufenplan die durchschnittlichen Verdienste von Frauen und Männern in vergleichbaren Positionen betriebsintern anonymisiert veröffentlicht. 2014 wird davon fast die Hälfte aller österreichischen ArbeitnehmerInnen erfasst sein. "Damit ist uns ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichstellung gelungen, das Versteckspiel mit dem Einkommen hat ein Ende", sagte Heinisch-Hosek. "Frauen haben ein Recht auf gleichen Lohn für gleiche Arbeit" betonte Bundesfrauengeschäftsführerin Andrea Mautz. "Österreich soll endlich in Sachen Gleichstellung wieder zu den fortschrittlichen Ländern in Europa zählen."

Weitere Themen des Arbeitstreffens waren Frauenförderung, Gesundheit, Sozialpolitik und Familienrecht. So berichtete Ferner unter anderem über die Erfahrungen mit der Einführung der automatischen gemeinsamen Obsorge in Deutschland. Das Gesetz habe, so Ferner, keineswegs zur Deeskalierung der Konflikte in strittigen Fällen beigetragen. (Schluss) mo/mp

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