EFPIA Präsident fordert neuen Dialog zu Medizin

Pharmaindustrie versteht Budgetsituation der Regierungen; Gemeinsames Verständnis über Wert von Medizin notwendig; Patientenbedürfnisse sollten Basis für Entscheidungen sein

Wien/London (OTS) - Andrew Witty, CEO von GlaxoSmithKline und Präsident der EFPIA, dem Dachverband der forschenden Pharmaindustrie in Europa, ruft zu einem neuen Dialog zwischen Regierung und Pharmaindustrie auf, um PatientInnen den Zugang zu besserer Medizin zu ermöglichen und die Wettbewerbsfähigkeit von Europa als Basis für Investitionen in Forschung & Entwicklung zu fördern.

In seiner ersten Rede als EFPIA Präsident hat Dr. Witty hervorgehoben, wie wichtig die Förderung von innovativen Medikamenten und Impfstoffen ist, um Versorgungslücken zu schließen. Er ist außerdem dafür eingetreten, PatientInnen eine "echte und maßgebliche Rolle" bei Entscheidungen zur Gesundheitspflege einzuräumen.

Druck durch Gesundheitspolitik - Pharmaindustrie will echter Partner sein

Andrew Witty anlässlich der Eröffnung der EFPIA Generalversammlung in London: "Viele Länder in Europa sind dem großen Druck der Gesundheitspolitik als Folge der Finanzkrise ausgesetzt. Wir brauchen einen neuen Dialog zwischen Industrie und Regierung, um uns den schwierigen Fragen zu Finanzierbarkeit und Innovation zu stellen, die letztlich uns alle betreffen."

Eingehend auf die steigenden ökonomischen Einschränkungen erklärt der EFPIA-Präsident, dass die Industrie versteht, dass sie ein "echter Partner" für Regierungen und deren Agenturen sein muss. "Wir verstehen die budgetären Auflagen, von denen die Regierungen betroffen sind und sehen deren zunehmenden Bedarf, Wert zu identifizieren, um schwierige Entscheidungen zu Ausgaben im Gesundheitsbereich treffen zu können. Unsere Aufgabe ist es, Medikamente und Impfstoffe zu liefern, die den Bedarf decken und uns ist klar, dass diese einen nachweisbaren Mehrwert aufweisen müssen."

Witty merkt an, dass ein gemeinsames Verständnis über den Wert von Medizin für Industrie und Regierungen maßgeblich ist. Um das zu erreichen, ruft er zu einem stärkeren Dialog zwischen Industrie und Behörden auf, vor und nach der Zulassung. "Beginnen wir doch damit, Ausgaben für Medizin als Investition zu sehen. Das wird es Regierungen und Industrie erlauben, neue strategische Akzente für Gesundheit und pharmazeutische Innovation zu setzen. Es kommt darauf an, ob eine Medizin wirkt und den Patientenbedürfnissen entspricht und dass das dann auch entsprechend vergütet wird."

Dr. Witty setzt sich dafür ein, PatientInnen stärker in die Entscheidungsfindung mit einzubinden, wenn es um Themen wie Verbesserung der Gesundheit und medizinische Versorgung geht:
"Patienten müssen im Zentrum unserer Überlegungen stehen. Entscheidungen über Zulassung, Rückerstattung und Bewertung sollten vor allem auf deren Bedürfnissen basieren."

17 % F&E-Investitionen und 25 % High-Tech-Export von Pharmaindustrie

Brian Ager, EFPIA Generaldirektor, stimmt den Ausführungen von Andrew Witty zu und hebt außerdem die Notwendigkeit zu engerer Zusammenarbeit hervor: "Die EFPIA sollte in den Entscheidungsprozess der Regierungen eingebunden sein, als Balance zwischen straffen Budgets und dem Bedarf an nachhaltigem Zugang zu hochqualifizierter Gesundheitspflege und an Behandlungsoptionen für PatientInnen. Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, sicherzustellen, dass die Kostenkontrollen nicht die Pflegequalität beeinflussen und auch nicht Innovationen verhindern. Die forschungsbasierte Pharmaindustrie ist in Europa eine führende Industrie im Hochtechnologiesektor, die rund 635.000 Arbeitsplätze schafft und 17 % der Forschungsinvestitionen repräsentiert."

EFPIA, European Federation of Pharmaceutical Industries and Associations, vertritt die pharmazeutische Industrie in Europa. Durch die direkte Mitgliedschaft von 31 nationalen Vereinigungen und 40 leitenden Pharmaunternehmen ist EFPIA auf Europaebene die Stimme von über 2.200 Unternehmen, die sich für die Erforschung und Entwicklung von neuer Medizin einsetzen, um weltweit die Gesundheit und Lebensqualität von Menschen zu verbessern.

19,2 % der globalen Forschungsausgaben im Wirtschaftsbereich kommen von der pharmazeutischen Industrie, gemessen am Nettoumsatz zugleich dem Sektor mit der höchsten Forschungsquote (16,1 %). Derzeit arbeiten in Europa rund 635.000 Menschen im Pharmasektor. Schätzungen zufolge soll diese Beschäftigungszahl um das Drei- bis Vierfache steigen. Die meisten MitarbeiterInnen sind hochqualifiziert, 117.000 sind im Bereich Forschung & Entwicklung beschäftigt. Der im Jahr 2008 von der pharmazeutischen Industrie erwirtschaftete Handelsbilanzüberschuss wird auf über 52 Milliarden Euro geschätzt. Das ist ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion des Handelsdefizits der Europäischen Union bei High-Tech-Produkten, denn beinahe ein Viertel der High-Tech-Exporte der EU sind pharmazeutische Produkte. Referenzen und Details unter
http://www.efpia.eu/content/default.asp?PageID=559&DocID=4883.

GlaxoSmithKline - eines der weltweit führenden forschenden Arzneimittel- und Healthcare-Unternehmen - engagiert sich für die Verbesserung der Lebensqualität, um Menschen ein aktiveres, längeres und gesünderes Leben zu ermöglichen.

Rückfragen & Kontakt:

Dipl.-Kffr. Martha Bousek
GlaxoSmithKline Pharma GmbH
Tel. 01/970 75/0
martha.bousek@gsk.com
www.glaxosmithkline.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GSK0001