AK-Tagung: Image der Pflegeberufe dringend verbessern

Linz (OTS) - In den verschiedenen Pflegeeinrichtungen wird
vielfach Hervorragendes geleistet. Die Beschäftigten in der Pflege machen mit viel Engagement qualitativ hochwertige Arbeit. Trotzdem ist das Image des Pflegeberufes in der Öffentlichkeit ganz anders. "Diese Leistungen erfahren von der Gesellschaft viel zu wenig Anerkennung", kritisierte Präsident Kalliauer in einer Fachtagung.

Dass Gesundheits- und Sozialberufe Berufe mit Zukunft sind, zeigt anschaulich die Beschäftigtenstatistik: Alleine 2009 gab es ein Wachstum von 11.300 Arbeitsplätzen in diesem Sektor, rund ein Fünftel dieser Arbeitsplätze ist in Oberösterreich entstanden.

Das Image dieser Berufe wird ihrem Stellenwert nicht gerecht:
Geredet wird in erster Linie darüber, dass Pflege zu teuer ist, psychisch und körperlich belastend ist, die Arbeitsbedingungen unzumutbar sind und ein Finanzkollaps droht. "Es gibt Probleme und diese müssen mit vollem Einsatz angegangen werden", so Kalliauer. "Dafür braucht es Ressourcen und die müssen für eine qualitativ hochwertige Pflegearbeit zur Verfügung gestellt werden".

Die Arbeit am Image ist deshalb auch eine Arbeit an den Arbeitsbedingungen und am Arbeitsklima. Mitarbeiter/-innen, Führungskräfte und Betriebsräte/-innen werden dann zu positiven Imageträgern/-innen für die Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen, wenn die von ihnen erlebte Arbeitssituation mit dem gewünschten Bild übereinstimmt.

Die Beschäftigten in der Pflege identifizieren sich sehr stark mit ihrer Aufgabe. Die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ist deshalb nicht so schlecht wie es das Image oft vermittelt. Dies betrifft sowohl die Arbeitsinhalte als auch das Arbeitsklima und die Arbeitsplatzsicherheit.

"Die Gesellschaft muss sich zu qualitativ hochwertigen Pflegediensten bekennen. Wir brauchen sie, weil wir in Zukunft viel mehr ältere Menschen zu betreuen haben", so Kalliauer. In der Fachtagung wurden mögliche Maßnahmen und Methoden aufgezeigt und besprochen, die zu einer Verbesserung des Images der Pflegearbeit führen können. "Die Öffentlichkeit muss erfahren, welche hervorragende Arbeit da geleistet wird. Sie wird damit auch die nötige Anerkennung bekommen", ist Präsident Kalliauer überzeugt.

Rückfragen & Kontakt:

Arbeiterkammer Oberösterreich, Kommunikation
Mag. (FH) Wolfgang Spitzbart
Tel.: (0732) 6906-2186
wolfgang.spitzbart@akooe.at
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO0001