Kultur für Alle! Wir denken weiter!

Wien (OTS) - Im Gegensatz zu vergleichbaren europäischen Großstädten werden in Wien prägende Impulse von MigrantInnen im Kulturbetrieb der Stadt kaum sichtbar. Die gesellschaftliche Wirklichkeit - mittlerweile haben 44 % der Bevölkerung in Wien Migrationshintergrund - spiegelt sich weder in den Themen wider, noch darin, dass MigrantInnen als KonsumentInnen und ProduzentInnen von kulturellen Leistungen in einem maßgeblichen Umfang gewonnen werden.

Studie für eine transkulturelle Offensive bislang von der Stadt ignoriert

Die heute erstmals öffentlich präsentierte "Studie zu Perspektiven der Kunst- und Kulturpolitik Wien 2010 - 2015 mit besonderem Fokus auf Migrationsrealität" wurde zwar im Rahmen der Projektförderung für "Darstellende Kunst" durch die Stadt Wien finanziert, ihre Ergebnisse werden aber seit ihrer Fertigstellung im Mai 2009 von den zuständigen EntscheidungsträgerInnen ignoriert.

Wien denkt weiter?

Die heutige Reaktion des Gemeinderates Beko Baxant (SPÖ) wiederholt die sattsam bekannten Lippenbekenntnisse der Stadtregierung in dieser Frage. Die Partizipation von MigrantInnen am Kulturleben ist die zentrale kulturpolitische Aufgabe für die Zukunft von Wien. Wien kann nicht weiter denken, wenn nicht 44% der Bevölkerung gleichberechtigt an den Ressourcen von Kultur und Wissenschaft partizipieren. "Hierbei geht es nicht um Folklore, nicht um Kulturimport aus den Herkunftsländern und auch nicht um multikulturelle Stadtteilfeste", so Ülkü Akbaba von IODO.

Im Herbst ist eine Tagung zu Transkulturalität und Kulturpolitik und damit eine Fortsetzung der heute begonnen Debatte für eine politische Wende geplant.

Download unter http://www.iodo.at/studie.htm in gekürzter und langer Fassung

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