Rund 350 neue WienerInnen beim Fest im Rathaus

Frauenberger lud zur Willkommensfeier für neue StaatbürgerInnen

Wien (OTS) - Mittwoch Abend fand auf Initiative von Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger in der Volkshalle und im Arkadenhof des Wiener Rathauses das Fest der neuen WienerInnen statt. Dazu eingeladen waren alle neuen StaatsbürgerInnen, die zwischen Mai 2009 und Mai 2010 die österreichische Staatsbürgerschaft erhalten haben.

Fixpunkt der Veranstaltung war ein Festakt in der Volkshalle. Im Anschluss sorgte die Gruppe "Lakis & Achwach" für die musikalische Unterhaltung. Weiters konnten sich die neuen WienerInnen im Rahmen der Veranstaltung bei Infoständen über die unterschiedlichsten Serviceeinrichtungen und Dienstleistungen der Stadt Wien informieren. Moderiert wurde die Veranstaltung von Lakis Jordanopoulos.

Frauenberger bedankt sich bei neuen StaatsbürgerInnen

Frauenberger betonte einleitend, dass Wien angesichts der Globalisierung die Qualifikationen und Kompetenzen zugewanderte Menschen dringend brauche. Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz seien, so Frauenberger, letztlich auch für den Wirtschaftsstandort Wien unverzichtbar. Frauenberger bedankte sich daher ausdrücklich bei den neu eingebürgerten WienerInnen, dass Sie nach Wien gekommen und sich für die österreichische Staatsbürgerschaft entschieden haben. Wien bekenne sich aber nicht nur aus diesen Gründen, sondern auch emotional zur Vielfalt, denn Wien sei eine weltoffene Stadt, in der der gesellschaftliche Zusammenhalt im Vergleich zu vielen anderen europäischen Städten gewährleistet sei, unterstrich sie. Die Integrationsstadträtin überreichte auch dieses Jahr wieder jeder neuen Staatsbürgerin und jedem neuen Staatsbürger eine Gratulationsurkunde und einen Bildungsgutschein der Wiener Volkshochschulen im Wert von EUR 10, .

Frauenberger fordert Doppelstaatsbürgerschaft für Jugendliche der 2. Generation

2009 wurden 2.836 Personen in Wien zu österreichischen StaatsbürgerInnen, das ist ein Rückgang um über 25 Prozent gegenüber 2008 und um 45 Prozent gegenüber 2007. Auch die Statistik 2010 weist einen abermaligen Rückgang der Einbürgerungen auf. So konnten zwischen Jänner und Mai des Jahres 2009 in Wien 1.294 Personen eingebürgert werden, nach einer neuerlichen Gesetzesverschärfung Anfang des Jahres konnten im gleichen Zeitraum 2010 nur mehr 482 Personen eingebürgert werden. Frauenberger sprach sich in diesem Zusammenhang einmal mehr für ein integrationsfreundlicheres Staatsbürgerschaftsgesetzt aus. Die Integrationsstadträtin: "Mit den 10 Jahren Wartezeit ist jedenfalls der Anreiz zu einer raschen Integration geschmälert worden."

Die Wiener Integrationsstadträtin unterstich außerdem abschließend ihre Forderung nach der Doppelstaatsbürgerschaft für die 2. Generation inklusive Optierung für eine Staatsbürgerschaft ab dem 18. Lebensjahr. Das würde, so Frauenberger, auch dazu beitragen, Identitätsprobleme, die bei der sogenannten zweiten und dritten Generation auftreten und oftmals auch in gesellschaftliche Isolation führen, zu entschärfen. (Schluss) gph

Bildmaterial zu dieser Aussendung wird morgen unter www.wien.gv.at/pressebilder abrufbar sein.

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