Jerusalem: Kanzler Faymann besucht Österreichisches Hospiz

Privatbesuch am Mittwoch im Rahmen der Israelvisite - Hospiz ist Stiftung der katholischen Kirche in Österreich mit dem jeweiligen Wiener Erzbischof als Protektor

Jerusalem, 23.06.10 (KAP) Bundeskanzler Werner Faymann hat am Mittwochnachmittag in Jerusalem das Österreichische Hospiz in der Via Dolorosa besucht. Faymann hatte am Mittwochfrüh seine zweitägige Reise nach Israel und in das palästinensische Westjordanland angetreten; in Jerusalem und Ramallah stehen Treffen mit zahlreichen Spitzenpolitikern auf dem Programm. Im Hospiz, wo Faymann einen Privatbesuch absolvierte, wurde der Bundeskanzler von Rektor Markus Bugnyar begrüßt und durch das historische Gebäude im Herzen der Jerusalemer Altstadt geführt.

Das Österreichische Hospiz ist eine Stiftung der katholischen Kirche in Österreich mit dem jeweiligen Wiener Erzbischof - aktuell Kardinal Christoph Schönborn - als Protektor. Es wurde 1985 von Israel wieder seinem österreichischen kirchlichen Eigentümer zurückgegeben. 1987 wurde das Hospiz vollständig renoviert und als Pilgerhaus adaptiert. 1988 fand die offizielle Wiedereröffnung statt.

Friedensprozess in Nahost im Mittelpunkt

Beim Faymann-Besuch soll der Friedensprozess in Nahost im Mittelpunkt stehen. Unter den Gesprächspartnern befinden sich Israels Präsident Shimon Peres, Regierungschef Benjamin Netanyahu, Außenminister Avigdor Liberman, Oppositionschefin Tzipi Livni (Kadima-Partei) sowie von palästinensischer Seite Präsident Mahmoud Abbas und Ministerpräsident Salam Fayyad. Faymann erklärte im Vorfeld der Reise, er werde die "klare Position" der EU in Sachen Gaza-Streifen "in vollem Umfang" vertreten. Die von Israels Regierung beschlossene Einsetzung einer Untersuchungskommission wertete er als "positiven Schritt".

Die katholische Friedensbewegung "Pax Christi Österreich" hatte vor mehr als einer Woche an Faymann appelliert, bei seinem Israel-Besuch auf die Weiterführung von Verhandlungen für einen gerechten Nahost-Frieden zu drängen; "es geht um einen Frieden, in dem beide Völker selbstbestimmt und sicher leben können". "Pax Christi" würdigte, dass Faymann die "blutige Kaperung der 'Free Gaza'-Flotte in internationalen Gewässern" mit deutlichen Worten verurteilt habe; nun solle er diesen Protest auch bei seinem Besuch israelischen Vertretern zu Gehör bringen.

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