Oesterreichs Energie bereit für Smart Grids

Langfristige Projekte brauchen Investitionssicherheit

Wien (OTS) - "Smart Grids sind eine Grundbedingung für eine nachhaltigere Energiezukunft. Die Vorbereitung und der Aufbau benötigen jedoch Investitionssicherheit über Regulierungsperioden hinaus", erklärte die Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, Barbara Schmidt anlässlich der Smart Grids Week in Salzburg. Notwendig wäre eine langfristige politische und regulatorische Unterstützung für den Start der Smart Grid-Pilotprojekte.

Österreichs E-Wirtschaft hat bisher mehr als 20 Projekte zur Erforschung und Evaluierung von Smart Grid-Technologien und -Konzepten in Angriff genommen. Oesterreichs Energie bemüht sich für die Smart Grid-Projekte gemeinsam mit den beteiligten Ministerien um die Aufnahme in den Rahmen des strategischen Plans für die Energietechnologie (SET-Plan) der EU-Kommission. Dieser Plan soll es ermöglichen, die europäischen Ziele im Energiesektor zu erreichen und den vielfältigen Herausforderungen auf diesem Sektor zu begegnen. Die Europäische Technologieplattform (ETP) Smart Grids schätzt, dass bis 2030 europaweit Investitionen in der Höhe von 390 Mrd. Euro getätigt werden müssen. Davon entfallen rund 90 Mrd. Euro auf die Stromübertragung und 300 Mrd. Euro auf die Stromverteilung.

Netz 2.0 der E-Wirtschaft

Schmidt: "Der Aufbau der Smart Grids ist die wichtigste Innovation der E-Wirtschaft seit Jahrzehnten und wird der Branche einen Innovationsschub bringen, der vergleichbar mit den Auswirkungen des Internet auf die Kommunikation ist. Österreich befindet sich hier an der innovativen Spitze Europas und diese Position wollen wir halten." Industrie und E-Wirtschaft sind startklar für Smart Grid-Leuchtturm-Projekte, die den Weg in das Netz 2.0 der E-Wirtschaft ausleuchten sollen. "Die bestehenden Netze müssen ausgebaut werden und zusätzlich wird ein paralleles Netz an Datenverbindungen entstehen, das die Netze smart macht", erklärte die Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.

Konzentration im Rahmen von neuen "Projektschienen"

In einem weiteren Schritt sollen jetzt die vorliegenden Projekte in zwei Projektschienen zusammengefasst werden. Schmidt: "Im Rahmen der neuen Schwerpunkte "dezentrale Einspeisung" und "Demand Side-Management" wollen wir die Vorhaben bündeln und so Doppelgleisigkeiten vermeiden und Synergien schaffen." Weiters sollen zur besseren Übersicht Modellregionen entstehen, die über Modellprojekte definiert werden. Schmidt: "Von den Smart Grids erwarten wir uns wesentliche volkswirtschaftliche Vorteile denen aber auch erhebliche Investitionen gegenüberstehen." Bis 2015 benötigen die Netzbetreiber vor allem eine Anerkennung der Forschungskosten und der Investitionen in die Demo-Projekte. Der seit 2010 neu eingeführte Investfaktor ist ein positiver Schritt in die richtige Richtung, dem aber nachhaltige Investitionsanreize folgen müssen, die über das Jahr 2011 hinaus gesichert sind, so die Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.

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