WKÖ-Präsidium: Gemeinsames Arbeitsprogramm aller Fraktionen als Basis für weitere Zusammenarbeit

Matznetter und Amann betonen gutes Arbeitsklima bei Umsetzung interessenpolitischer Forderungen

Wien (OTS/PWK519) - "Wir stehen aktuell noch immer in einer wirtschaftlich schwierigen Situation, in der Wachstum das alles Entscheidende ist. Mit dem nun gemeinsam beschlossenen Arbeitsprogramm für die kommenden 5 Jahre haben wir in der WKÖ einen wichtigen Grundstein gelegt, um die kommenden Herausforderungen zu meistern", betonte heute, Mittwoch, Christoph Matznetter, WKÖ-Vizepräsident und Vorsitzender des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband (SWV), in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit WKÖ-Vizepräsident Fritz Amann, Ring Freiheitlicher Wirtschaftstreibender (RFW), sowie WKÖ-Präsident Christoph Leitl und WKÖ-Vizepräsident Richard Schenz (Liste Industrie). Sowohl Matznetter als auch Amann dankten Leitl für die bisherige Zusammenarbeit in der WKÖ, die sehr wertvoll für die politische Umsetzung interessenpolitischer Forderungen sei. Amann sprach gar von einem "New Deal", den Leitl erfolgreich einfordere und der künftig in Österreich auch als gemeinsamer Weg eingeschlagen werden solle.

In der WKÖ dominiere jedenfalls nicht die Auseinandersetzung, sondern die Zusammenarbeit, so Matznetter. Es würden gemeinsam Erfolge für die Wirtschaft erreicht, wie etwa die Gleichstellung von Kleinstunternehmern mit Arbeitnehmern (Gewinnfreibetrag/13./14. Bezug)) oder die gerade erst beschlossene Neuregelung der Genehmigungsverfahren für Gastgärten. "Ich muss Präsident Leitl auch ein Kompliment aussprechen, da er sich - wie etwa bei der Gesamtschule oder Finanztransaktionssteuer - auch für Themen einsetzt, die auf den ersten Blick in den eigenen Reihen nicht ankommen", so der SWV-Chef. Gerade in den wichtigen Zukunftsthemen benötige es die Unterstützung der WKÖ und diese werde man auch gemeinsam geben. Spätestens ab Herbst werde die Budgetdiskussion einsetzen und damit auch wichtige Themen der Wirtschaft betreffen, wie etwa das Auslaufen der Investitionsbegünstigung, die thermische Sanierung oder die Situation der öffentlichen Investitionen.

Aus Sicht von RFW-Obmann Amann sind derzeit zwei Punkte aus dem gemeinsamen Arbeitsprogramm herauszugreifen. So müsse es, erstens, eine Versicherungspflicht bei Freizeitunfällen geben, denn nur etwa 12 Prozent aller bei der AUVA gemeldeten Unfälle resultierten aus Arbeitsunfällen, 88 Prozent seien dem Freizeitbereich zuzurechnen. Eine Entlastung der Dienstgeber sei angebracht, da diese die AUVA zur Gänze finanzieren. Als "von guten Nachbarn gute Ideen abschauen" nannte Amann, zweitens, die Überlegung eines Teilzeitkrankenstandes, wie er in der Schweiz bereits besteht. Im Kern sollen Arbeitnehmer, denen der Arzt eine teilweise Dienstfähigkeit attestiert, in geeigneter Form im Betrieb einsetzbar sein. Auch hier könne man zu einer echten Entlastung der Wirtschaft kommen, da der Bedarf an Ersatzarbeitskräften deutlich abnehmen könne. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich, Stabsabteilung Presse
Mag. Rupert Haberson
Tel.: T:(+43) 0590 900-4362, F:(+43) 0590 900-263
presse@wko.at
http://wko.at/Presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0006