Rabenhoftheater startet mit "Kassbach" in die Herbstsaison

Vier Premieren noch bis Jahresende - Thomas Gratzer mit 89 Prozent-Auslastung und Publikumszuspruch "sehr zufrieden"

Wien (OTS) - Vor der Sommerpause, nach einer erfolgreichen Spielsaison mit knapp 89 Prozent Gesamtauslastung, präsentierte am Mittwoch Rabenhof-Direktor Thomas Gratzer die Herbstsaison seines Hauses, die am 8. September mit der Premiere des Helmut Zenker-Stückes "Kassbach" startet. Für die Bühne von den Söhnen Jan und Tibor Zenker adaptiert will der Rabenhof - einige Wochen vor der Wiener Gemeinderatswahl - die politische Verfassung des sich von allen Seiten bedroht fühlenden Wiener Kleinbürgers nachzeichnen. "Kassbach", als Roman 1974 erschienen, soll sich laut Presseunterlage bis heute eine Million Mal verkauft haben. Bekannt ist der Roman auch durch die Peter Patzak-Verfilmung aus dem Jahr 1978 geworden. Regie wird Anatole Strenberg führen, die Figur des Kassbach spielt Hans Piesbergen. Ende September (29.9.) folgt die nächste Premiere mit "Du kannst dir deine Zauberflöte in den Arsch schieben" von und mit Austrofred, der bereits mit zwei Produktionen erfolgreich im Rabenhoftheater zu sehen war. Weiters steht noch die "Mitte 40er"-Tragikkomödie "In Urlaub" mit Reinhard Nowak und Rudi Roubinek ab dem 27. Oktober auf dem Spielplan, am 17. November folgt zuletzt noch die Satire "Unschuldsvermutung. Heinz Conrads präsentiert Österreichs reinste Lamperln".

Literarisch fährt der Rabenhof sein Angebot etwas zurück: Nachdem das Theater im Gemeindebau "fast zum Literaturhaus mutierte" (Gratzer), konzentriert sich die literarische Schiene auf drei Veranstaltungen. Den Beginn macht am 17.9. Sofi Oksanen mit ihrem ab August auch in deutscher Übersetzung erhältlichen Roman "Fegefeuer", dann folgt Dirk Stermann, der einen satirisch-ironischen Blick auf seine Erfahrungen als Deutscher in Wien entwirft ("Sechs Österreicher unter den ersten fünf. Geschichte einer Entpiefkenisierung"), zuletzt folgt am 5.10. noch "American Psycho"-Autor Bret Easton Ellis mit seinem neuen Roman "Königliche Schlafgemächer", der an einen seiner ersten Romane "Unter Null" inhaltlich anschließt und den Lebenslauf der amerikanischen Oberschicht mitsamt ihren dunklen Geheimnissen und Sehnsüchten thematisiert. Weiters findet sich auf dem Spielplan des Rabenhofs noch eine Fortsetzung der seit acht Jahren erfolgreich aufgeführten "Science Buster"-Serie, auch die Publikumserfolge "Cordoba", "Häuserl am Oasch" und "Maschek 090909" werden wieder ins Programm genommen.

Zur Imagepflege des bekannten Theaters legt Gratzer auch Wert auf eine moderne Vermarktung der Produktionen. Via "Youtube" wird jede neue Rabenhof-Produktion als Clip spätestens am Tag der Premiere abrufbar sein, detto natürlich auch auf der eigenen Homepage. Eine Kooperation gibt es auch mit den Büchereien Wien: Da direkt gegenüber dem Rabenhof eine städtische Bücherei liegt, hat man dort mit dem Aufbau eines Theater-Schwerpunktes begonnen. Im Gegenzug sollen in der Bücherei ab Herbst Werkstattgespräche stattfinden. Weiters erhalten Besitzer eines Büchereien-Ausweises preisliche Nachlässe.

Zuletzt noch einige Zahlen aus der zu Ende gegangenen Saison:
Insgesamt gab es 282 Vorstellungen mit exakt 73.157 Zuschauern, was einem durchschnittlichen Besuch von 260 Personen pro Abend entspricht. Die Eigendeckung liegt bei über 50 Prozent, die Stadt Wien fördert das Theater mit 900.000 Euro. Befragt nach Gründen für die sehr gute Auslastung von knapp 90 Prozent meinte Gratzer: "Uns ist schon sehr lange nichts mehr daneben gegangen."

Theater Rabenhof (3., Rabengasse 3), Telefon: 712 82 82, E-Mail:
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