FPÖ-Neubauer: Auswirkungen des italienischen Urteils zu Handy- und Schnurlostelefonie und Gehirntumor auf Arbeitnehmer in Österreich

Wien (OTS) - "Das Oberlandesgericht in Brescia (Norditalien) hat durch ein nun rechtskräftiges Urteil einen ursächlichen Zusammenhang bestätigt: Der Gehirntumor eines Angestellten der INAIL (Istituto Nazionale per l'Assicurazione contro gli Infortuni sul Lavoro, Öffentlicher Träger der Pflichtversicherung) ist auf sein geschäftlich bedingtes stundenlanges Telefonieren mit Handy und Schnurlostelefon zurückzuführen. INAIL wurde dazu verurteilt, dem Beschwerdeführer die Rente für 80%ige Invalidität aufgrund von Berufskrankheit auszubezahlen sowie die Gerichtskosten zu tragen", berichtet FPÖ-NAbg. Werner Neubauer.

Das Urteil sei auch deshalb bahnbrechend, weil die Richter industriefinanzierte Gutachten als nicht glaubwürdig ausschlossen und sich nur auf industrieunabhängige Gutachten stützten, erklärt Neubauer und fährt fort: "Das Urteil ermöglicht nun den Beschäftigten in Italien, am Arbeitsplatz schnurgebundene Telefone zu verlangen bzw. den Arbeitgeber darauf hinzuweisen, dass er bei angeordneter Handynutzung voll haftbar für Folgeschäden ist. Die Verbraucherzentrale Südtirol rät in diesen Fällen, sich eine Dienstordnung zur Nutzung von Funktechnologien schriftlich aushändigen zu lassen. Darin sollte der Arbeitgeber ausdrücklich die Verantwortung für jegliche zusammenhängenden mittel- bis langfristigen Folgen übernehmen."

Zu diesem Urteil der italienischen Behörde und seinen Auswirkungen auf Österreich stelle ich und andere Abgeordnete der FPÖ an den Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz nun eine parlamentarische Anfrage, die klären soll, ob dieses Urteil bereits bekannt ist und welche Auswirkungen auf die EU dadurch erwartet werden", so Neubauer. Ebenfalls wolle man von Minister Hundstorfer in Erfahrung bringen, inwieweit dem italienischen Urteilsspruch gefolgt und auch für österreichische Arbeitnehmer sichergestellt werde, dass diese am Arbeitsplatz schnurgebundene Telefone verlangen könnten. Interessant sei zudem, ob hinsichtlich der Anfragebeantwortung bekannt werde, ob den österreichischen Arbeitnehmern in Zukunft angeraten werde, den jeweiligen Arbeitgeber darauf hinzuweisen, dass er bei angeordneter Handynutzung voll haftbar für Folgeschäden ist, so der freiheitliche Abgeordnete abschließend.

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