EU-weite Ferienordnung? Österreich übernimmt Vorreiterrolle

ÖHV-Themen dominieren Tourismusausschuss. Erfolgreichste Nahmarktkampagne aller Zeiten fortsetzen!

Wien (TP/OTS) - Abgestimmte Ferienzeiten würden Österreich am meisten nützen. Die erfolgreichste Nahmarktkampagne aller Zeiten soll fortgesetzt werden. Entgegen allen Versprechen wird die MwSt-Senkung wieder nicht thematisiert!

"Auch wenn wir die Nächtigungen mit professionellem Marketing und aggressivem Pricing halten konnten: Die Krise hat Spuren in den Bilanzen hinterlassen", hält Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) fest. Umso wichtiger sei jetzt, die Weichen in Richtung Aufschwung zu stellen. Der heutige Tourismusausschuss bietet die beste Gelegenheit dafür.

Allparteien-Antrag: Österreich soll Koordination von Ferienzeiten vorantreiben

Im Zentrum steht ein gemeinsamer Entschließungsantrag aller Parteien, der beim ÖHV-Polit-Talk in Kärnten thematisiert wurde:
Unterrichtsministerin Schmied und Wirtschaftsminister Mitterlehner sollen in der EU aktiv werden, um das europäische Ferienchaos zu beenden: "Die EU will den CO2-Ausstoß durch neue Duschköpfe, Glühbirnen und ein Stand-by-Verbot für Elektro-Geräte verringern. Gleichzeitig provoziert man dadurch, dass halb Europa drei Wochenenden lang im Stau steht, ein Vielfaches an CO2. Dass alle gleichzeitig auf Urlaub fahren, ist unsinnig, teuer und unangenehm für Urlauber, Hoteliers und Mitarbeiter", so Reisenzahn. Österreich würde von einer besseren Abstimmung am meisten profitieren. Die Chancen stünden nach der Deklaration von Madrid besser denn je. Die Deklaration skizziert eine mögliche Tourismusstrategie der EU inklusive Koordinierung der Ferientermine.

Tourismusberufe forcieren

Ein weiterer Antrag beschäftigt sich mit den Zukunftsaussichten in Tourismusberufen: Zusammen mit AMS und Sozialpartnern soll die Regierung Programme entwickeln, die die Mitarbeitersituation verbessern. "Es gibt konkrete Vorschläge, wie wir veraltete Berufsbilder an aktuelle Anforderungen anpassen können", verweist Reisenzahn auf einen ÖHV-Vorschlag: "Wir haben in der Hotellerie mit dem Rezeptionisten einen attraktiven IT-Beruf mit hoher Verantwortung. Die Ausbildung wird dem aber nicht gerecht. Wenn wir das ändern, schaffen wir Hunderte Arbeitsplätze."

Förderung für Airlines, die mehr Passagiere bringen

Schon beim ÖHV-Hotelierkongress wurden Maßnahmen anderer Länder aufgezeigt, die die Folgen der Krise auf den Tourismus linderten. Die Förderung von Flughafengebühren für Fluglinien wie in Griechenland und Spanien sei nur ein Beispiel dafür: "Das sollten wir nicht nur genau beobachten, hier sollte Österreich als Tourismusweltmeister eigentlich die Benchmarks setzen", so Reisenzahn.

Nahmarktkampagne fortsetzen

Genauso wichtig wäre, rasch auf die hinter den Erwartungen liegenden Buchungen zu reagieren: "Wir wissen ja, dass immer kurzfristiger gebucht wird. Dieses Wissen sollten wir nützen", so Reisenzahn. Hoteliers und überbetriebliche Organisationen sollten jetzt werben: "Der Erfolg der Nahmarktkampagne lässt sich 1:1 an der Entwicklung der österreichischen und deutschen Nächtigungen ablesen und war der vielleicht wichtigste politische Beitrag zum Leistungsbilanzüberschuss. Dieses Erfolgsrezept sollten wir fortschreiben", gratuliert Reisenzahn den Marketingexperten von Österreich Werbung und Landestourismusorganisationen zur "erfolgreichsten Nahmarktkampagne aller Zeiten." Bedauerlich sei allerdings, dass die Senkung der Mehrwertsteuer - entgegen den Zusagen der Parteienvertreter - nicht Eingang in die Tagesordnung gefunden hat.

Die ÖHV vertritt die Interessen von 1.200 Betrieben der führenden Ferien-, Konzern- und Stadthotellerie. Das ist der höchste Mitgliederstand seit der Gründung der ÖHV. Die Bettenkapazität der ÖHV-Mitgliedsbetriebe entspricht damit über 63% der Betten in der 4-und 5-Sterne-Hotellerie. Diese Betriebe zeichnen sich durch ausgeprägte Servicequalität, Spezialisierung und/oder nachhaltige Innovationskraft aus. Die Mitgliedsbetriebe der ÖHV beschäftigen rund 30.000 Mitarbeiter, das sind 30 % aller Mitarbeiter in der Beherbergung. Der Logisumsatz der ÖHV-Mitglieder beträgt ca. 900 Mio. Euro.

Weitere Pressemeldungen und Infos finden Sie unter www.oehv.at

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Hoteliervereinigung
Hofburg, 1010 Wien
Web: www.oehv.at

Kontakt: Thomas Reisenzahn, Generalsekretär
Tel: +43(1) 533 09 52
Fax: +43(1) 405 25 84
Email: office@oehv.at, www.oehv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | TPK0007