Mehr Transparenz bei Studien über die Wirkungsweise von Medikamenten

Achitz: "Hauptverband begrüßt die neue Verordnung des Gesundheitsministeriums"

Wien (OTS) - Erfreut zeigt sich der stellvertretende Vorsitzende
im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Mag. Bernd Achitz, dass Gesundheitsminister Alois Stöger nun per Verordnung für deutlich mehr Transparenz bei den sogenannten "nicht-interventionellen" Studien in der Pharmaforschung sorgt. Achitz: "Der Hauptverband hat schon in der Vergangenheit mehrmals höchste Transparenz bei der Durchführung solcher Studien gefordert. Umso erfreulicher ist es jetzt, dass Gesundheitsminister Alois Stöger mit einer per 1. September 2010 umzusetzenden Verordnung diesen Forderungen weitgehend Rechnung trägt".
Bei "nicht-interventionellen" Studien dokumentieren niedergelassene ÄrzteInnen Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten, die sie ihren PatientenInnen verschreiben und teilen diese Beobachtungen gegen entsprechendes Entgelt der jeweiligen Herstellerfirma mit. Damit sollen Erkenntnisse über das tatsächliche Funktionieren eines Medikaments in der praktischen Anwendung gewonnen werden. "Dabei besteht allerdings die Gefahr", so Achitz, "dass diese nicht-interventionellen Studien als Marketing-Instrument missbraucht werden, weil der Entgeltanreiz die verschreibenden ÄrzteInnen dazu verlocken könnte, bestimmte Medikamente bevorzugt zu verschreiben". Die von Gesundheitsminister Alois Stöger vorgestellte Verordnung sorgt aber nun in zweifacher Hinsicht für mehr Transparenz:
Es wird durch einen Hinweis auf die ärztliche Aufklärungspflicht klargestellt, dass PatientenInnen nicht ohne deren Wissen zu TeilnehmernInnen an einer nicht-interventionellen Studie werden dürfen.
Und die Krankenversicherungen erhalten Zugang zu den wesentlichen Informationen über diese Studien und die daran teilnehmenden ÄrzteInnen und haben so die Möglichkeit, allfällige Irregularitäten im Verschreibeverhalten aufgreifen zu können. "Damit hat das Gesundheitsministerium jetzt für deutlich verbesserte Transparenz gesorgt, wie das neben dem Hauptverband in der Vergangenheit auch Antikorruptionsexperten gefordert haben", so Achitz abschließend.

Die Sozialversicherung garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,2 Millionen Menschen anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige). Der Behandlungsanspruch aus der Krankenversicherung wird beim Mediziner durch das e-card-System angezeigt: Die e-card als Schlüsselkarte enthält keine medizinischen Daten, ermöglicht dem Arzt aber die Überprüfung des Versicherungsstatus eines Patienten und die Nutzung weiterer Services. Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung Österreichs.

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