AK OÖ: Lehrstellen fördern statt Lehrbetriebe

Linz (OTS) - 850 Millionen Euro fließen als Förderungen jährlich an Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden ohne greifbaren Erfolg. Trotzdem ist die Jugendarbeitslosigkeit auf einem Rekordhoch. Die AK unterstützt daher Tendenzen, diese Förderungen für Betriebe zu kürzen bzw. umzustellen und freiwerdende Beträge in sinnvolle Maßnahmen für Jugendliche zu investieren.

In den nächsten Jahren kommen die ersten geburtenschwachen Jahrgänge in das Ausbildungssystem. Wer Fachkräfte braucht, muss sich deshalb ohnehin um seinen Nachwuchs kümmern. Die Millionen, die bisher in das System gebuttert wurden, um die Betriebe dazu zu bringen, auszubilden, sind damit in der jetzigen Form überflüssig.

Die AK Oberösterreich schlägt vor, mit dem Geld, das durch eine Systemumstellung zur Verfügung stehen würde, die seitens der AK schon lange geforderte Jugendausbildungs-Gesellschaft zu realisieren. Sie soll jedem Jugendlichen eine ordentliche Berufsausbildung garantieren. Die Kernaufgabe dieser Gesellschaft wäre die Entwicklung und Koordination der Berufsausbildung in Oberösterreich. Bedarfsorientiert sollen Ausbildungsmöglichkeiten entwickelt, organisiert und deren Qualität kontrolliert werden. Auch das Arbeitsmarktservice könnte eine Finanzspritze dringend gebrauchen, um sicherstellen zu können, dass kein Jugendlicher ohne Arbeit bleibt.

"Wenn selbst die Wirtschaftskammer und deren Präsident Christoph Leitl die Lehrlingsförderung als üppig bezeichnet und sich eine Kürzung vorstellen kann, dann sollte man die Gelegenheit nicht verstreichen lassen und etwas für die Jugendlichen bewegen", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.

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